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Artikel vom 06. September 2012 14:17, 309 mal gelesen

Freilich?!

So kommt das Lächeln auf den Chip

Fotos: Christine Vincon

Fotos: Christine Vincon

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Noch nie war fotografieren so einfach wie jetzt: In jedem Handy ist mittlerweile eine so gute Kamera eingebaut, dass sich überall Fotos machen lassen. Hauptsache, man hat sein Handy dabei. Und die kleinen Kompaktkameras passen auch in jede Hosentasche. Egal wo, egal wann, egal wer: Ein Bild ist immer möglich - was heißt eins, unzählige. Die einzige Grenze ist die Kapazität des Chips, der die Fotos sammelt. Doch auf einen normalen, heutzutage üb-lichen Chip passen gut und gerne 1 000 Bilder - viel zu sortieren, vor allem für die, die nie ihre Bilder löschen. Doch wie funktioniert Fotografieren eigentlich? Wie kommt das Lächeln auf den Chip?

Ins rechte Licht gerückt

Mit Licht hat fotografieren viel zu tun - vor allem damit, wie das, was fotografiert wird, das Licht reflektiert. Darum geht es bei Bildern: Jedes Objekt, sei es ein Mensch, ein Haus, ein Elefant oder eine Wasserflasche, spiegelt Licht wider, reflektiert es also. Auf jeder Kamera, sei sie auch noch so klein oder in einem Handy verbaut, sitzt ein Objektiv. In dieses Objektiv mit seiner Linse fällt das Licht. Vorne ist in jedem Objektiv eine Blende eingebaut. Die Blende ist immer geschlossen - sie öffnet sich nur ganz kurz, wenn man den Auslöser drückt. Hier kommt es wieder auf das Licht an: Wenn es sehr hell ist, öffnet sich die Blende nur sehr wenig - das ist dann ein Garant für besonders scharfe Bilder. Ist es jedoch sehr dunkel, öffnet sich die Blende weiter und länger, damit genug Licht in die Kamera fallen kann. Hier liegt ein kleines Problem, das alle Fotografen haben: Je dunkler es ist, desto verschwommener werden die Bilder, da man nicht lange genug stillhalten kann, bis die Blende sich wieder schließt. Daher ist im Dunkeln fotografieren oft fast bis ganz unmöglich. Hilfe bringt hier nur ein Blitz: Der wirft so viel Licht auf das Objekt, dass die Blende wieder nur ganz kurz offen sein muss, um das Bild scharf zu kriegen. Die automatische Blende, die die meisten in ihren Handys oder Kompaktkameras verwenden, funktioniert so ähnlich wie die Pupille des Auges. Bei Dunkelheit öffnet sie sich mehr, damit mehr Licht einfallen kann. Bei Helligkeit werden die Pupillen kleiner, sodass weniger Licht ins Auge fällt.

Der richtige Bildausschnitt macht's! (4 Einträge)

 

Digitale Revolution

Das Licht, das die Blende einfängt, fällt auf eine lichtempfindliche Schicht. Früher war das der Film, der in allen analogen Kameras verwendet wurde. Das Licht brannte sich sozusagen in den Film, das Bild entstand auf diese Weise.
Seit der digitalen Revolution im Fotobereich gibt es statt des Films einen Sensor. Auf den fällt das Licht in einer Digitalkamera, nachdem es durch verschiedene digitale Filter gelaufen ist. Auf dem Sensor befinden sich Pixel, die man sich wie viele winzige Mosaiksteine vorstellen muss - und jetzt wird es kompliziert: Die Pixel im Sensor wandeln das Licht um. Licht besteht aus drei Farben: Rot, Rün und Blau. Diese Farben sind wichtig bei der Bildspeicherung - je nach Farbe trifft das Licht anders auf den Sensor und die einzelnen Pixel, nur einzelne Farben werden teilweise durchgelassen - die Informationen über das fotografierte Objekt werden sozusagen elektronisch auf den Sensor gebannt. Ein winziger Computer in der Kamera, der sogenannte Bildprozessor, wandelt die Informationen um. Zusätzlich gibt es noch etliche elektronische Zwischenschritte, wie die Rauschunterdrückung und die Korrektur defekter Pixel. Das "Rauschen" auf manchen Bildern kommt daher, dass zu viele Pixel auf einem Platz gedrängt sind. Sie bringen falsche Informationen ins Bild, was man dann als Rauschen sieht. Sind zu wenige Pixel auf einem Raum, entsteht ein verpixeltes Bild. Das heißt, zwischen den Pixeln ist zu viel Raum, als dass das komplizierte Bildmosaik als dichtes Foto dargestellt werden kann.

Von Claudia Hagn

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