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Artikel vom 20. January 2012 09:08, 221 mal gelesen

Topverdienst oder leider nur ein Taschengeld?

Bei den Azubi-Löhnen gibt es große Unterschiede

Bei Azubilöhnen gibt es große Unterschiede. (Quelle: BIBA)

Bei Azubilöhnen gibt es große Unterschiede. (Quelle: BIBA)

Hamburg. (dpa) Auf dem Bau, in der Backstube oder im Friseursalon - wo ihr eure Ausbildung macht, wirkt sich stark darauf aus, wie viel Geld ihr als Lehrling verdient. Je nach Branche unterscheiden sich die Löhne für Azubis nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gewaltig, und zwar um einige hundert Euro.

Zu den Topverdienern unter den Azubis gehören dem BIBB zufolge die Maurer. Ihr Lohn liegt im Durchschnitt im Westen bei mehr als 900 Euro, im Osten bei 750 Euro im Monat. Auch Medientechnologen, die Druckmaschinen einrichten und Druckprozesse steuern, stehen in der Lohnliste weit oben.

Bäcker, Floristen und Friseure dagegen rangieren ganz am unteren Ende der Skala. Wer etwa Haare schneidet, fönt und färbt, muss im Westen Deutschlands mit rund 450 Euro, im Osten mit rund 270 Euro auskommen. Insgesamt gibt es zwischen den Azubi-Löhnen in West und Ost nach BIBB-Angaben noch starke Unterschiede. 2011 verkleinerten sie sich allerdings: So bekamen die Azubis im Westen 1,3 Prozent mehr Lohn als im Vorjahr; die durchschnittliche Vergütung lag bei 708 Euro pro Monat. Im Osten stieg sie um 4,9 Prozent auf 642 Euro. Damit bekommen die Auszubildenden im Osten nun 91 Prozent des Westlohnes.

Vergleicht man die Branchen miteinander, so liegen Industrie und Handel (West: 781, Ost: 701 Euro) vor dem Öffentlichen Dienst, der Landwirtschaft, den freien Berufen und dem Handwerk (West: 583, Ost: 477).

Das BIBB wertete die Gehälter für 185 Berufe in West- und 150 Berufe in Ostdeutschland aus. 89 Prozent der Azubis machen in diesen Berufen eine Lehre.

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