Wörth an der Donau Hochspannung: Betroffene Bürger geigen TenneT die Meinung

Anka Pajurek (l.), Mitarbeiterin einer von TenneT beauftragten Agentur, im Gespräch mit einer Bürgerin. Foto: std

In diesen Tagen sind Mitarbeiter der Trassenbau-Firma im Landkreis unterwegs, um ihre Pläne für eine unterirdische Stromautobahn zu präsentieren.

Langsam aber sicher fährt die Wut in Stefan Kramers Gesichtszüge. Hinter ihm hebt ein großer gelber Bagger einen Graben aus, in dem mal ein Erdkabel liegen soll. Der Bagger ist nicht echt, er ist Teil einer 3D-Simulation, die in Endlosschleife auf einem Flachbildschirm läuft. "Wie euer Bagger arbeitet, das ist super, das gefällt vielleicht einem Buben", schimpft Kramer. "Aber ich bin hier, weil ich konkrete Antworten bekommen möchte. Die können Sie mir nicht geben." Der Kiefenholzer macht eine wegwerfende Handbewegung. "Das hier ist eine Farce!"

Um Kramer hat sich am Dienstagabend eine kleine Menschentraube gruppiert, die stetig wächst. Es ist jetzt recht leise im Nebenzimmer des Gasthofs Butz. Die Leute wollen das Wortgefecht mitkriegen. Vor Kramer stehen zwei Frauen und ein Mann, elegante Kleidung, eloquente Ausdrucksweise. Es sind Mitarbeiter der Firma TenneT. Sie beschwichtigen, sind sehr um Höflichkeit bemüht. Sinngemäß sagen sie Folgendes: Der Gesetzgeber hat festgestellt, dass es einer neuen Stromtrasse bedarf. Der Netzbetreiber TenneT hat einen Trassenkorridor vorgeschlagen, aber noch ist nichts entschieden, es gibt alternative Routen, die Bürger reden mit.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 23. März 2017.

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