Wintersport Vorwürfe: Missbrauch im Österreichischen Skiverband

Es gibt neue Vorwürfe in Bezug auf sexuellen Missbrauch. (Symbolfoto) Foto: imago

Die von einer ehemaligen Skirennläuferin vorgebrachten Vorwürfe sexuellen Missbrauchs im Österreichischen Skiverband (ÖSV) sorgen weiter für Aufregung.

Bei der eigens eingerichteten Erstanlaufstelle von Tirol seien drei weitere Meldungen eingegangen, teilte das Land am Dienstag mit. Die Anschuldigungen bezögen sich auf einen Zeitraum, der 20 bis 45 Jahre zurückliegt.

"Mir ist es wichtig, dass alles getan wird, um eine lückenlose Aufklärung jeglicher Vorwürfe herbeizuführen und diese Aufklärung so rasch wie möglich voranzutreiben", sagte die Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP).

In der vergangenen Woche waren Vorwürfe von zwei Ex-Rennläuferinnen bekannt geworden. Die früheren Sportlerinnen berichten über sexuellen Missbrauch bis hin zur Vergewaltigung im ÖSV-Team der 1970er-Jahre. Die Abfahrtsmeisterin von 1975, Nicola Werdenigg (59), erhob den Vorwurf, mit 16 Jahren von einem - namentlich nicht genannten - Kollegen vergewaltigt worden zu sein. Sie ging damals mit dem Mädchennamen Spieß an den Start. "Wer nicht mitspielen wollte, brachte seinen Startplatz in Gefahr", sagte Werdenigg. Eine weitere ehemalige Skiläuferin, die ebenfalls missbraucht worden sein soll, blieb anonym. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck leitete ein Verfahren gegen "unbekannte Täter" ein, wie die "Salzburger Nachrichten" berichtetet hatten.

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