Volleyball Rote Raben verlieren auch gegen Wiesbaden

Auch im Heimspiel gegen Wiesbaden müssen sich die Roten Raben (hier Leonie Schwertmann) geschlagen geben. Foto: Rote Raben

Erneut kein Erfolgserlebnis für die Roten Raben: Vor 1.121 Zuschauern in der Ballsporthalle verloren sie das Bundesliga-Heimspiel gegen den VC Wiesbaden mit 1:3 und verharren damit auf Tabellenplatz 7.

Die Truppe von Trainer Timo Lippuner bescherte den Fans ein Wechselbad der Gefühle: Auf einen sehr starken ersten Satz folgten ein unglücklich verlorener zweiter und ein chancenloser dritter Durchgang, ehe die Raben im vierten Satz mit viel Kampf ins Match zurückfanden – und letztendlich doch mit leeren Händen dastanden.

"Es ist zum aus der Haut fahren", ärgerte sich der Coach in einer ersten Reaktion kurz nach dem Match. "Wieder hatten wir unsere Chancen und konnten sie nicht nutzen. In den beiden engen Sätzen haben wir es versäumt, uns zu belohnen." Der Wiesbadener Trainer Dirk Groß zeigte sich "besonders stolz" auf die Leistung seines Teams, die zu drei Auswärtspunkten in Vilsbiburg führte.

Rote Raben überlegen im ersten Satz

Danach sah es in der Anfangsphase der Partie überhaupt nicht aus. Die Gastgeberinnen präsentierten sich nach der Niederlage am letzten Wochenende in Münster nicht nur hoch motiviert, sondern auch deutlich verbessert. Mit einem famosen Zwischenspurt von 8:7 auf 16:9 zogen die Raben dem VCW im ersten Satz den Zahn, das Resultat von 25:16 war Ausdruck eines in allen Elementen überzeugenden Auftritts, dem Zuspielerin Ilka Van de Vyver maßgeblich den Stempel aufdrückte.

Im zweiten Abschnitt erreichten auch die Gäste Betriebstemperatur, zumal die nun eingewechselte Nationalspielerin Tanja Großer sofort Akzente setzte. In der Endphase des Satzes egalisierten die Raben ein 19:22 zum 22:22, doch bei 23:23 punktete Wiesbaden doppelt und glich zum 1:1 aus.

Dritter Durchgang geht klar an die Gäste

In der Folge holte sich der VCW den dritten Durchgang mit 12:25, dann fighteten sich die Roten Raben in den vierten Satz hinein, fanden ihren Rhythmus wieder und agierten auf Augenhöhe, was die Stationen 8:7, 14:14 und 21:21 dokumentierten. Doch in der Crunch Time hatten erneut die Hessinnen hauchdünn das bessere Satz- und damit auch Matchende für sich: 23:25 und damit 1:3 hieß es nach gut anderthalb Stunden in der Ballsporthalle.

Sports&Travel-MVP wurde bei den Roten Raben Jennifer Pettke, die mit 10 Punkten ebenso zweistellig scorte wie Lena Stigrot und Dayana Segovia (je 13) sowie Laura Künzler (11). Am kommenden Samstag, 16. Dezember, gastieren die Vilsbiburgerinnen bei Allianz MTV Stuttgart, im letzten Spiel des Jahres 2017 empfangen sie am Mittwoch, 27. Dezember, den SC Potsdam.

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