Straubing "Mentale Stärke" führt NawaRo zu siebtem Sieg in Folge

NawaRo Straubing hat sein Heimspiel gegen Sonthofen glatt mit 3:0 gewonnen. Foto: fotostyle-schindler.de

NawaRo Straubing gewinnt vor über 800 Zuschauern gegen Sonthofen glatt mit 3:0.

NawaRo Straubing bleibt auf Kurs. Vor 815 Zuschauern - darunter der zweimalige Aufstiegstrainer Andreas Urmann - gewann der Volleyball-Zweitligist am Samstagabend sein Heimspiel gegen die AllgäuStrom Volleys aus Sonthofen klar mit 3:0 (25:18; 25:18; 25:19). Damit hat NawaRo nun sieben Spiele in Folge gewonnen und den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Als beste Spielerin wurde bei NawaRo Carina Aulenbrock ausgezeichnet, auf Sonthofener Seite erhielt die Auszeichnung die ehemalige NawaRo-Spielerin Natascha Niemczyk.

Das Ergebnis war am Ende auf dem Papier deutlich, ganz so klar war es auf dem Feld jedoch nicht. "Sonthofen war der erwartet schwere Gegner. Sie haben eine wirklich schöne Spielkultur an den Tag gelegt und haben versucht, uns mit vielen schnellen oder überraschenden Zuspielen ein bisschen aus dem Konzept zu bringen. Da sind wir auch ein bisschen ins Wanken geraten", sagte NawaRo-Coach Benedikt Frank.

So lag Straubing in jedem Satz ein paar Punkte zurück, konnte sich jedoch immer wieder ins Spiel hineinkämpfen und hat die Sätze letztlich doch klar für sich entschieden. Auffällig: während Sonthofen alle sechs taktischen Auszeiten ausschöpfte, nahm Frank keine einzige. Das zeugt von Vertrauen in seine Mannschaft, dass sie sich selbst aus den Tiefs herausziehen kann. "Dieses Vertrauen ist voll da", sagt Frank. "Aber es kommt auch immer auf die Situation an, ob du eine Auszeit nimmst. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir hektisch auf dem Feld waren, sondern dass es einfach nicht immer funktioniert hat. Da muss man der Mannschaft dann auch das Vertrauen geben, dass sie in den Spielfluss kommt. Dieses Vertrauen hat die Mannschaft hervorragend zurückgezahlt."

Frank: "Das zeigt unsere mentale Stärke"

Seine Mannschaft habe zwar ein eher durchwachsenes Spiel gemacht, sagte Frank, betonte aber auch: "Sich immer wieder zu fangen und die Sätze dann doch noch relativ deutlich zu gewinnen, das zeigt auch unsere mentale Stärke. Selbst wenn es noch nicht ganz so läuft, wie wir es uns wünschen, dann kommen wir da immer wieder raus. Das war schon eine große Leistung."

Über weite Strecken standen mit Dana Schmit, Franziska Liebschner und Laura Müller auch drei Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Feld. Schmit ist als Zuspielerin ohnehin gesetzt, Müller ersetzte die verletzte Kristen Stehling und Liebschner kam während des zweiten Satzes für Heather Weiss ins Spiel. Für die Youngster hatte Frank ein besonders Lob übrig: "Das war eine konstant gute Leistung. Franzi hat ein bisschen mehr Ruhe im ersten Ball reingebracht und Laura hat sehr gut mitgespielt." Das Konzept, auf junge Spielerinnen - wenn möglich aus dem eigenen Nachwuchs - zu setzen, gehe sehr gut auf, sagte Frank: "Man hat keinen Leistungsabfall bemerkt."

Mit dem Sieg hat NawaRo Straubing den zweiten Tabellenplatz verteidigt und bleibt Spitzenreiter Offenburg auf den Fersen. Nun warten mit Grimma und Vilsbiburg die beiden Teams auf Straubing, gegen die man die bislang einzigen beiden Niederlagen in der Liga kassiert hat. "Wir haben gegen beide noch etwas gutzumachen und haben große Aufgaben vor uns", freut sich Frank schon auf die nächsten Herausforderungen.

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