Vilsbiburg Stuttgart zu stark für Rote Raben

Allianz MTV Stuttgart war zu stark. Die Roten Raben verlieren das erste Playoff-Spiel mit 0:3. Foto: Rote Raben

Die Roten Raben haben das erste Playoff-Viertelfinalspiel beim besten Team der Bundesliga-Hauptrunde mit 0:3 verloren. Allianz MTV Stuttgart war zu stark.

Damit führt der Favorit in der Best-of-three-Serie mit 1:0 und benötigt noch einen Sieg zum Einzug ins Halbfinale. Für die Truppe von Cheftrainer Timo Lippuner besteht dagegen die Chance, mit einem Erfolg in Spiel 2 am kommenden Samstag, 24. März, 19 Uhr, in der heimischen Ballsporthalle die Serie auszugleichen und ein entscheidendes drittes Match am Mittwoch, 28. März, zu erzwingen (dann wieder in Stuttgart).

Der Raben-Coach nahm zum Playoff-Auftakt vor 1.300 Zuschauern in der SCHARRena einen Wechsel in der gewohnten Anfangsformation vor. Für Michaela Bertalanitsch agierte diesmal Anja Zdovc auf der Position der Libera. Ansonsten schenkte Timo Lippuner der bekannten Starting Six mit Ilka Van de Vyver, Dayana Segovia, Lena Stigrot, Laura Künzler, Leonie Schwertmann und Jennifer Pettke das Vertrauen.

Bis zur Mitte des 1. Satzes waren die Gäste gut drin im Spiel. Ab 13:11 zog Stuttgart dann langsam, aber sicher davon: über 16:12 zum 25:19, mit dem Außenangreifern Nika Daalderop das 1:0 fixierte. Im 2. Durchgang spielten die Raben bis 8:8 auf Augenhöhe, mussten in der Folge jedoch auf 9:16 abreißen lassen. Am Ende hieß es 15:25.

Vilsbiburgs stärkste Phase

Satz Nr. 3 hatte eine andere Dramaturgie. Die Allianz-Damen führten flott mit 11:4, doch die Schützlinge von Timo Lippuner ließen nicht locker. Im Gegenteil: Vilsbiburg hatte nun seine stärkste Phase, zum ohnehin nimmermüden Kampfgeist gesellten sich sehr ansehnliche spielerische Elemente – mit der Folge, dass die Raben sich bis auf einen Zähler heranarbeiten konnten (12:11). Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht, weil es Stuttgart rechtzeitig gelang, wieder in den Modus des dominierenden Heimteams zu schalten. Die Konsequenz war ein Zwischenspurt zum 23:12, der letztlich in ein 25:14 und das Gesamtergebnis von 3:0 mündete.

Timo Lippuner sah bei seinem Team gute Ansätze, die aber gegen diesen bärenstarken Gegner nicht ausreichten. „Der Libero-Wechsel hat sich gelohnt“, sagte der Schweizer kurz nach dem Spiel: „Anja Zdovc hat ihre Sache über weite Strecken gut gemacht. Wir haben heute insgesamt besser verteidigt.“ Ein Problem sei gewesen, so der Coach, „dass wir über die Position 4 zu wenig gepunktet haben“. Gegen Stuttgart müsse man, um eine Chance zu haben, seine wenigen Möglichkeiten konsequent nutzen, was nicht gelungen sei. Unter dem Strich habe der Favorit „seine hohe Qualität und vor allem die Stärke am Netz ausgespielt“.

Sports&Travel-MVP wurde bei den Roten Raben Jennifer Pettke, bei Allianz MTV Stuttgart Michaela Mlejnkova, mit 16 Zählern zugleich mit Abstand beste Scorerin des Abends. Für die Gäste punktete Dayana Segovia (8) am häufigsten.

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