Die Brände der vergangenen Tage haben in der Straubinger Bevölkerung für Beunruhigung gesorgt. Jetzt hat die Polizei drei dringend Tatverdächtige ermittelt - zumindest für den Brand im ehemaligen Institut für Hörgeschädigte.

In den frühen Morgenstunden des Mittwoch heulten einmal mehr die Sirenen in Straubing. Erneut mussten die Feuerwehren ausrücken. Gegen 5.50 Uhr brannte es im ehemaligen Institut für Hörgeschädigte in der Eichendorffstraße. Kaum waren die Einsatzkräfte vor Ort, ging auch schon die nächste Alarmmeldung ein. Denn kurz darauf brannte es im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Gebrüder-Grimm-Straße - wie bereits tags zuvor auch schon.

Zumindest im Fall des Brandes in der Eichendorffstraße vermeldet die Polizei am Donnerstag eine erste heiße Spur. Demnach konnten mittlerweile drei dringend Tatverdächtige für den Brand ermittelt werden. Dabei handelt es sich um junge Burschen im Alter von 13 und jeweils 15 Jahren. Ersten Informationen zufolge haben die Jugendlichen bereits am Dienstagnachmittag in der stillgelegten Turnhalle heimlich geraucht. Einer der Tatverdächtigen hat dabei mit einem Feuerzeug eine Couch angezündet. Das dabei entstandene Feuer löschten die Burschen zwar zunächst, allerdings eben nicht vollumfänglich. Aus der noch vorhandenen Glut entfachte sich am Mittwochmorgen der Brand der ehemaligen Turnhalle. Sachschaden: rund 50.000 Euro.

Die Polizei prüft jetzt, ob das Trio möglicherweise auch für die beiden Brände in der Gebrüder-Grimm-Straße verantwortlich ist. Betrachtet man die geografische Nähe der Brandorte fällt es zwar schwer, an einen Zufall oder eine Verkettung unglücklicher Umstände zu glauben, doch Polizeisprecher Alexander Strunz gibt zu Bedenken: "Wir haben aktuell keine eindeutigen Hinweise auf Brandstiftung - ausschließen können wir das allerdings auch nicht. Wir ermitteln in alle Richtungen."