Theater Ein Gespräch mit zwei jungen Schauspielern aus dem Theater Mundpropaganda zum Stück „Morir“

Alex (links) und Elias bei den Proben für ihre Szene.  Foto: Susanne Raith
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Alex (links) und Elias bei den Proben für ihre Szene. (Foto: Susanne Raith)

Elias ist 14, hat helle Haut, schwarze Haare und ist kleiner und schmäler als Alex. Alex ist 20, hat helle Haare und ist sehr groß. Die Unterschiede zwischen ihnen schaffen eine Spannung zwischen ihren Rollen: Elias spielt einen Mörder, Alex sein Opfer. Sie sind beide in der Theatergruppe Mundpropaganda des Jugendzentrums in Straubing. Wir haben mit dem Duo über Gegensätze, Herausforderungen, und die Leidenschaft im Theaterstück „Morir – Ein Augenblick vor dem Sterben“ gesprochen.

 

Was war die größte Herausforderung für euch?

Elias: Das war für mich der Text. Den kann ich aber mittlerweile. Mittlerweile muss ich eher überlegen, wie ich am besten sitze oder stehe in unseren Szenen. Der Text sitzt, aber ich nicht gscheid.

Alex (lacht): Witz des Tages, Elias. Für mich ist das Schwierigste das Einfühlen in die Rolle. Die Szenen sind quasi Kurzgeschichten hintereinander. Da ist es schwierig, im richtigen Moment in der Rolle zu sein und die kurze Zeit zu nutzen.

 

Ist es seltsam, sich in eurem Alter mit dem Tod zu beschäftigen?

Elias: Nicht wirklich. Zusammenhänge mit dem Tod gibt es ja überall. Der Tod ist ja etwas Natürliches.

 

Alex, du bist für die Musik des Stücks verantwortlich. Was machst du da genau?

Alex: Bis auf ein klassisches Stück in „Morir“ sind alle Kompositionen von mir. Die sind sowohl mit Instrumenten als auch Gesang. Musik ist meine Leidenschaft, daher bin ich auch sehr froh, dass man mir diesen Part im Theater überlassen hat. Mit 14 habe ich meine ersten eigenen Werke komponiert. Ich will mich selber musikalisch ausdrücken.

 

Durftet ihr euch die Rollen aussuchen?

Elias: Ja. Ich habe den Mörder gewählt, weil ich nach einer Herausforderung gesucht habe.

Alex: Ich bin nach dem Casting in die Rolle des Opfers gedrängt worden. (lacht). Die Gegensätze zwischen Elias und mir finde ich sehr spannend.

 

Darum geht’s: Im Theaterstück „Morir – Ein Augenblick vor dem Sterben“ von Sergi Belbel entspringen fünf Menschen der Fantasie einer Drehbuchautorin. Ihre Geschichten enden alle mit einem tragischen Tod. Obwohl die Schicksale der Figuren auf den ersten Blick kaum zusammenhängen, sind sie voneinander abhängig.

Aufführungen von „Morir“ finden am 6., 7., und 21. Oktober um 20 Uhr im Anstatt-Theater im Alten Schlachthof statt. Karten für die Vorstellungen gibt es beim Leserservice des Straubinger Tagblatts und an der Abendkasse.

  1. Autor

    Sophia Häns
  2. Datum

    06.10.2017 11:19 Uhr
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