Technik

Marktforscher: 370 Dollar Herstellungskosten für iPhone X


Der Verkauf des iPhone X in Deutschland hat am 3. November 2017 begonnen.

Der Verkauf des iPhone X in Deutschland hat am 3. November 2017 begonnen.

Von Stefan Karl

Ob das iPhone X nun in technischer Hinsicht Schallmauern durchbricht, ist unter Technik-Freaks durchaus umstritten. Das über 1.000 Euro teure Telefon setzt laut Marktforschern allerdings auf jeden Fall neue Maßstäbe, was den Preis angeht - und den möglichen Gewinn für den Hersteller. Laut Ansicht von Marktforschungsinstituten könnten Apple-Fans für die prestigeträchtigen Geräte in Zukunft dauerhaft tiefer in die Tasche greifen müssen.

Das iPhone X bringe die Smartphone-Industrie auf ein komplett neues Preisniveau, wie Andrew Rassweiler vom Marktforschungsportal IHS Markit in einer Pressemeldung seines Arbeitgebers zitiert wird. "Das iPhone X ist nicht nur das teuerste iPhone, das je hergestellt wurde, es hat auch das höchste Preisschild verglichen mit den Flaggschiffen der Konkurrenz", so Rassweiler.

Noch größer werden die Unterschiede beim Blick auf die möglichen Gewinnmargen: Rund 370 US-Dollar koste demnach für Apple ein iPhone X in der Herstellung. Im Laden kostet es in der preiswertesten Ausführung knapp 1.000 Dollar. Zum Vergleich: 720 US-Dollar will Konkurrent Samsung für sein Galaxy S8 mit gleicher Speicherausstattung - bei ausgewiesenen Herstellungskosten von gut 300 Dollar. So steht es in der so genannten "Bill Of Materials", also in der Zusammenstellung von Material- und Herstellungskosten.

Apple-Fan zu sein könnte laut Rassweiler auf Dauer ein teures Vergnügen sein: das iPhone X sei für das Unternehmen aus Cupertino der Versuch, ein völlig neues Premium-Segment auf dem Smartphone-Sektor zu etablieren. Wer das jeweils aktuellste, schnellste, beste Modell haben will, muss wohl in Zukunft tief in die Tasche greifen.