Straubing

"Volleyball-Fest": NawaRo macht gegen Vilsbiburg großen Schritt


Die NawaRo-Mannschaft konnte auch im Derby gegen Vilsbiburg begeistern.

Die NawaRo-Mannschaft konnte auch im Derby gegen Vilsbiburg begeistern.

Mit dem Derbysieg gegen Vilsbiburg II ist NawaRo Straubing eine gesamte Halbserie ungeschlagen. Es läuft auf das Meisterschafts-Finale gegen Offenburg hinaus - der Fokus liegt aber auf der nächsten Aufgabe Neuwied.

Volle Halle, zwei aufopferungsvoll kämpfende Teams und Spannung bis zum letzten Punkt - das Niederbayernderby zwischen NawaRo Straubing und den Roten Raben Vilsbiburg II bot am Sonntagnachmittag so ziemlich alles, was das Volleyballherz begehrt. "Es war ein Volleyball-Fest", sagt Straubings Trainer Benedikt Frank am Dienstag mit etwas Abstand. "Es hat Spaß gemacht und war Werbung für unseren Sport."

Vor 1.006 Zuschauern - NawaRo meldete erstmals in dieser Saison ausverkauft - hatte Straubing das bessere Ende für sich. Mit 3:1 gewannen die Gastgeberinnen in einem durchweg spannenden Match. Drei der vier Sätze endeten mit nur zwei Punkten Abstand. Im vierten Satz hatte Vilsbiburg sogar Satzball zum 2:2-Ausgleich. Doch der Aufschlag landete im Netz, NawaRo zeigte Nervenstärke und Diagonalangreiferin Carina Aulenbrock machte mit ihrem Punkt den Sieg perfekt.

Nervenstark wenn's drauf ankommt

Im Anschluss lagen sich Straubings Spielerinnen in den Armen, Trainer Frank klatschte voller Emotionen jede Spielerin ab. "Es ist in diesem Moment schon viel von uns abgefallen, das war schon ein größerer Felsbrocken", blickt der Coach zurück. Durch den Erfolg ist NawaRo einem Finale um die Meisterschaft gegen Offenburg einen großen Schritt näher gekommen. Viel mehr als die tabellarische Situation freute sich Frank aber darüber, "dass wir es geschafft haben, vor dieser Kulisse so ein Spiel auf unsere Seite zu ziehen." Seine Mannschaft habe das Spiel "toll zu Ende gespielt" und sei in den entscheidenden Situationen ein Stück weit klarer im Kopf gewesen. "Da muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen", so Frank. Das Spiel sei auch für ihn ein Highlight gewesen.

Mit dem Derbyerfolg hat NawaRo nun neun Spiele in Serie gewonnen - oder anders ausgedrückt: eine komplette Halbserie. Die junge Mannschaft hat die beiden Niederlagen gegen Grimma und Vilsbiburg aus der Hinserie wettgemacht und nun bewiesen, dass sie jede Mannschaft in dieser Liga schlagen kann. "Das bedeutet uns gewaltig viel", sagt Frank. Man wollte zeigen, dass man zurecht das Ziel hat, in die 1. Liga aufzusteigen. Außerdem wurde in der Tabelle ein Platz unter den ersten beiden untermauert - der Vorsprung auf Vilsbiburg beträgt nun acht Punkte. "Das ist schon wichtig für uns", sagt Frank. Wenn nun mit der Meisterschaft noch mehr möglich wäre, wäre das das "i-Tüpfelchen".

Fokus auf Neuwied

Auf dem Weg dahin steht die nächste Aufgabe für NawaRo am kommenden Samstag beim VC Neuwied an. Gewinnt Straubing auch diese Partie, dann würde es am 10. März zum Showdown um den Meistertitel kommen. Eine Gefahr ist durchaus, dass im Umfeld viele bereits über dieses Spitzenspiel sprechen. "Das macht es schon schwierig. Wir müssen uns aber voll auf Neuwied konzentrieren. Wenn wir das Spiel verschlafen, dann bringt uns der Sieg gegen Vilsbiburg wenig. Wir werden uns sehr akribisch auf diese Aufgabe vorbereiten", sagt Frank.

Der Trainer von NawaRo ist mit dem bisher Erreichten schon sehr zufrieden. Aber natürlich ist der Wunsch nach mehr da. Fest steht: gewinnt NawaRo alle vier restlichen Spiele mit je drei Punkten, dann ist Straubing erneut Zweitliga-Meister. So weit will Frank freilich noch nicht in die Zukunft blicken - er sagt aber schon, dass er seiner Mannschaft genau das zutraue.