Straubing Schwertransport gerät in Brand - A3 stundenlang gesperrt

Die A3 bei Straubing musste am Freitagmorgen für eine Lkw-Bergung gesperrt werden (Symbolbild). Foto: Mathias Adam

Auf der A3 bei Straubing ist in der Nacht auf Freitag ein Schwertransporter in Brand geraten. Die Autobahn musste während der Bergung stundenlang gesperrt werden, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Der italienische Transport, bestehend aus einem Sattelzug samt Tieflader und einem Begleitfahrzeug, war auf dem Weg von Triest nach Danzig. Geladen hatte er ein Modul für Windkraftanlagen. Gegen 23.30 Uhr waren beide Fahrzeuge auf der A3 in Richtung Regensburg unterwegs. Kurz nach der Anschlusstelle Straubing/B20 bemerkte der 52-jährige Fahrer des Begleitfahrzeugs plötzlich deutlichen "Gummigeruch", außerdem sah er Rauch vom Heck des Schwertransporters aufsteigen. Er verständigte per Funk sofort seinen 54-jährigen Kollegen, der die Zugmaschine daraufhin auf dem Standstreifen anhielt. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus den Hinterachsen des Aufliegers. Die Männer versuchten zwar, den Brand selbst mit zwei Feuerlöschern zu bekämpfen, konnten aber nicht viel ausrichten. Die alarmierten Feuerwehren waren erfolgreicher und löschten das Feuer innerhalb kürzester Zeit. Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass der Transporter erheblich beschädigt wurde. Die vier Hinterachsen brannten mitsamt den Reifen ab, der Spezialauflieger wurde vollständig zerstört und selbst der Fahrbahnbelag wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Ladung blieb allerdings unbeschädigt.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig: Während der Bergung wurde festgestellt, dass das in der Genehmigung für die Fahrt angegebene Ladungsgewicht deutlich überschritten war. Daher war der zunächst vorgesehene Berge-Kran nicht ausreichend. Ein weiterer Autokran musste angefordert und zur Einsatzstelle gebracht werden. Die A3 war während der Bergung zwischen den Anschlussstellen Straubing/B20 und Kirchroth komplett gesperrt. Der Verkehr wurde ausgeleitet, trotzdem kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Rückstau errreichte zeitweise eine Länge von knapp zehn Kilometern. Erst gegen 10.15 Uhr konnte die Autobahn wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben werden.

Ob ein technischer Defekt oder das zu hohe Gewicht (oder eine Kombination aus beidem) den Brand ausgelöst haben, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Den Fahrer des Schwertransports und seine Firma erwarten in jedem Fall ein Bußgeld wegen diverser Verstöße. Der durch den Brand entstandene Sachschaden, inklusive Einsatz- und Bergekosten, dürfte knapp 100.000 Euro betragen.

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