Straubing Ja, das ist Kunst, und ja, das muss weg

Die Studenten des TUM-Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit haben in Gewicht und Volumen, insgesamt waren es zwölf Kilo, die Menge von Plastikmüll aufgehängt, die eine vierköpfige Familie im Schnitt in zwei Wochen "produziert". Eine Aktion, die für viel Resonanz sorgte. Foto: Ulli Scharrer

Nachbesprechung zum "Projekt Sichtverbaut", dem Müllvorhang unterm Stadtturm

Die drei vom Müllvorhang, Sarah Rumprecht, Leonhard Pischon und Johanna Graf, waren ganz überrascht und dann erfreut, über die große Resonanz, die ihr "Projekt Sichtverbaut" am Samstag vor einer Woche hervorgerufen hat. Die Studenten des TUM-Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit haben in Gewicht und Volumen, es waren zwölf Kilo, die Menge von Plastikmüll aufgehängt, die eine vierköpfige Familie im Schnitt in zwei Wochen "produziert". Dazu haben sie viele Informationen recherchiert, die aber nicht nur als Zahlen, sondern greif- und erlebbar präsentiert werden sollten. Zwei konkrete Wünsche der Straubinger kristallisierten sich auf den Fragebögen der Studenten heraus: Ein "Unverpackt-Laden", in dem man Lebensmittel portionsweise kaufen kann, wird gewünscht, und Wertstoffinseln, für die, die den Weg zum Wertstoffhof nicht schaffen können: "Neben Glas- und Papiercontainern könnte es auch welche für Plastik und Dosen geben."

Vielen Leuten ist noch nicht klar, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, erklären die Studenten. Sie suchten die Schuld am weltweit wachsenden Müllberg nur bei der Industrie, nicht beim Verbraucher. "Man kann ja gar nicht anders kaufen", war die Meinung. Diese Passanten fühlten sich angegriffen. Das waren aber die Stadtplatzbesucher, die nicht stehenblieben, sondern "im Vorbeigehen gemeckert haben". Etliche blieben aber stehen, fanden die Aktion gut, und betonten, dass sie schon länger darauf achten, beim Einkauf Müll und Umverpackungen zu vermeiden. Das waren meist "Leute im mittleren Alter und Senioren, in unserem Alter kaum jemand", erklärt Johanna Graf.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 23. Januar 2018.

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