Straubing Geplatzte Hoffnungen - Proteste der Hebammen haben nichts gebracht

Beleghebammen aus der Region protestierten im April am Regensburger Neupfarrplatz. Die Aktion richtete sich gegen die geplante Vergütungsänderung, die nun in Kraft treten soll und regelt, dass freiberufliche Hebammen künftig nur noch die Betreuung von zwei Frauen gleichzeitig abrechnen können. Foto: us

Die Protestaktionen von Hebammen in der Region sind im Frühjahr offenbar nicht auf fruchtbaren Boden gefallen:

Der lang erwartete Schiedsspruch regelt, dass freiberufliche Hebammen künftig nur noch die Betreuung von zwei Frauen auf einmal abrechnen können. Gleichzeitig wurde eine Erhöhung der Vergütung um 17 Prozent für freiberufliche Leistungen beschlossen. Die Entscheidung der Schiedsstelle, die zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Hebammenvertretern vermitteln sollte, wurde Anfang Juli vertagt und nun gefällt.

"Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, uns mit Politikern getroffen, demonstriert, Petitionen gestartet. Aber nichts hat gezündet", so das ernüchternde Fazit von Karin Mittermeier-Ruppert, die als freiberufliche Hebamme im Straubinger Sankt-Elisabeth-Krankenhaus arbeitet. Ungeachtet der personellen Situation in Krankenhäusern sollen Hebammen ab 2018 nur die Betreuung von zwei Frauen gleichzeitig abrechnen. "Das ist in der Praxis nicht realistisch, nicht planbar, wir können die Frauen nicht einfach wegschicken", sagt Mittermeier-Ruppert. Allein von montagmorgens bis mittags seien 13 Frauen bei ihr gewesen, darunter vier Schwangere und eine, die ein Kind zur Welt gebracht hat. "Das, was ich abrechne, leiste ich auch. Irgendwie muss man ja auch sein Geld verdienen."

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. September 2017.

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