Straubing-Bogen Söder: "Mit Politikern will keiner in den Urlaub fahren"

Rauten-Gartenkugel für Frau Söder und Rautenkrawatte für Herrn Söder. Foto: dw

Eloquent und humorvoll, locker und entspannt nahm der Bayerische Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder die Gäste beim Neujahrsempfang der Landkreis-CSU im Kulturforum in Oberalteich mit auf den Weg von München nach Berlin mit Abstechern auch in den ländlichen Raum.

Im Gepäck hatte er das von ihm entworfene Zehn-Punkte-Programm, auf das er auszugsweise hinwies. Gekonnt spannte er seinen Bogen zwischen der Tradition und dem Bewahren von Werten sowie dem Fortschritt. Die Gäste dankten ihm seine unterhaltsame Festrede mit Zwischenapplaus und am Ende mit stehendem Beifall.

Schon Ernst Hinsken hatte es als Kreisvorsitzender immer wieder geschafft, interessante Redner zum CSU-Neujahrsempfang in den Landkreis zu holen. Mit dem designierten Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist dem jetzigen Kreisvorsitzenden Josef Zellmeier am Samstagvormittag nun ebenfalls ein "Reißer" geglückt.

Klare Worte fand Söder zu Steuererhöhungen - "nein" - und zum Solidaritätszuschlag: "abschaffen". Für mehr Geld im Portmonèe und nicht zuletzt für mehr Wohnraum soll eine eigene Eigenheimzulage und ein bayerisches Baukindergeld sorgen. Schließlich seien die eigenen vier Wände die beste Altersvorsorge. Und böten im letzten Drittel des Lebens Schutz für "die letzte Meile und den letzten Meter". Viele alte Menschen würden noch von Angehörigen Zuhause gepflegt. "Dies soll zukünftig mit einem Landespflegegeld gefördert werden." Gleichzeitig sollen die staatlichen Hospiz- und Palliativplätze im Freistaat verdoppelt werden.

Diesem eher bedrückenden Thema und seinen nachdenklichen Worten ließ Söder sofort wieder Lustiges folgen. "Mit Politikern will keiner in den Urlaub fahren." Deshalb sollten sie auch nicht an ihren Ämtern kleben, sondern nach zehn Jahren ihren Amtssessel räumen (müssen). Eine begrenzte Amtszeit sorge dafür, dass Nachfolgeentscheidungen erleichtert würden. "Zehn Jahren reichen aus, da kann man viel bewegen."

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 29. Januar 2018.

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos