Stimmen zum Jahn-Sieg gegen Düsseldorf "Wir wissen, wie viel Herz in unserer Mannschaft steckt"

Mit Mentalität und Moral haben Kapitän Marco Grüttner und Co. einen 0:3-Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf aufgeholt. Foto: Sascha Janne

Spektakel in Regensburg! Nach 0:3-Rückstand hat der SSV Jahn Regensburg am Freitagabend unter Flutlicht noch mit 4:3 gegen den Aufstiegsanwärter Fortuna Düsseldorf gewonnen. Hier gibt es die Stimmen zum Spiel.

Achim Beierlorzer (Trainer SSV Jahn Regensburg): "Wir haben ein sehr interessantes Spiel gesehen. In den ersten 15 Minuten sind wir zu motiviert ins Spiel gegangen. Wir haben individuelle Fehler gemacht und dann hat man die Klasse von Fortuna Düsseldorf gesehen, die das ausnutzen. Ruckzuck stand es 0:3. Ich habe dann die Mannschaft in einer Unterbrechung zusammengeholt und gesagt, wir müssen so spielen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Es war nicht der Plan, aus der Kette herauszuschießen und auf der Sechs ohne Zweikampf unterwegs zu sein. Mit dem 1:3 hat man gemerkt, dass die Fans und das Publikum wieder kommen. Auf einmal hatte ich dass Gefühl, die Mannschaft glaubt wieder vermehrt an sich. Wir haben vieles wieder richtiger gemacht, waren auf einmal voll drin. In der Halbzeit haben wir neu justiert und hatten dann richtig Zugriff auf den Gegner. Ich bin total glücklich, Trainer von einer Mannschaft zu sein, die so eine Moral und so eine Mentalität hat."

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir haben ein sehr gutes, intensives und aggressives Zweitligaspiel gesehen, so wie wir es erwartet haben. Nach dem Spielverlauf hätte ich mir natürlich ein anderes Ergebnis vorgestellt. Aber ich bin lange genug dabei und weiß, dass es so etwas im Fußball gibt. Ich war auch nach dem 0:3 nicht sicher, dass wir gewinnen werden, weil ich weiß, mit wie viel Leidenschaft und Herz Jahn Regensburg immer wieder zurückgekommen ist. Wenn man dann solche Abwehrfehler macht wie wir, dann muss man sich nicht wundern, dass man nach 3:0 noch 3:4 verliert. Das sind kapitale Fehler, die uns so nicht passieren dürfen. Das werden wir sehr kritisch analysieren. Aber das müssen und werden wir wegstecken."

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Marco Grüttner (Kapitän SSV Jahn Regensburg): "Wir sind ja dafür bekannt, dass wir ein einfaches 1:0 nicht hinbekommen. Was wir am Anfang gespielt haben, war richtige Grütze. Wir haben fast nur Fehlpässe gespielt und kaum Zweikämpfe gewonnen. Düsseldorf hatte nach dem 0:3 nur noch zu verlieren, waren dann wie gelähmt und wir sind einfach drübergerollt. Der Kampf ist unsere große Stärke und im Fußball ist alles möglich. Wir wollten weiter nach vorne spielen, wir wollen immer Tore machen. Mit dem 1:3 und dem 2:3 haben wir dann auch wieder besser zu unserem Spiel gefunden."

Marvin Knoll (SSV Jahn Regensburg, Schütze des zwischenzeitlichen 3:3): "Nach 20 Minuten wollte ich die Feuerwehr rufen, weil es bei uns hinten so gebrannt hat. Aber wir wissen, dass wir solche Spiele drehen können. Wir haben weiter an uns geglaubt, weil wir wissen, wie viel Herz in unserer Mannschaft steckt. Wir wollten auch nach dem 0:3 nach vorne spielen und hätten wohl auch nach einem 0:4 noch weiter nach vorne gespielt. Die Fans gehen heute mit einem Grinsen nach Hause und das ist doch super."

Philipp Pentke (Torhüter SSV Jahn Regensburg): "Die ersten 15 Minuten waren schon mehr als ein Nackenschlag für uns. Aber in einer Unterbrechung haben wir uns gesagt, wir fangen wieder bei 0:0 an. Düsseldorf wusste wohl, was sie hier erwartet, aber dass wir nach dem 0:3 immer noch rennen wie die Kaputten, das hätten sie wohl nicht erwartet. Auch was die Fans heute gemacht haben, war super. In anderen Stadien wird nach einem 0:3 gepfiffen. Das war ein Sieg von uns allen."

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