SPD Pfeifen im dunklen Keller

Für SPD-Chef Martin Schulz ist es zum Haareraufen. Foto: dpa

Unter 20 Prozent - das tut der SPD richtig weh. Die Genossen hatten geglaubt, sie könnten bei den Wählern punkten, wenn sie sich die Entscheidung über eine Neuauflage der großen Koalition richtig schwer machen und ihre Bauchschmerzen inszenieren.

Das Gegenteil ist der Fall. Die SPD zieht den Unmut jener auf sich, die sie um keinen Preis wieder in der großen Koalition sehen wollen, aber auch der Wähler, die drei Monate nach der Wahl erwarten, dass sich die Politiker endlich zusammenreißen und ihrer Pflicht nachkommen, für eine stabile Regierung zu sorgen, nicht für irgendwelche KoKo- oder sonstigen Experimente.

Nicht nur die SPD, sondern auch ihr Vorsitzender Martin Schulz hat noch weiter Federn lassen müssen. Angela Merkel kommt in den Umfragen auf 47 Prozent, wenn der Kanzler direkt gewählt würde, Schulz wie seine Partei lediglich auf 19 Prozent. Da erinnert die Kraftmeierei der vergangenen Wochen an das Pfeifen im dunklen Keller. In Wahrheit müssen die Sozialdemokraten eine Neuwahl viel mehr fürchten als vier weitere Jahre Juniorpartnerschaft unter Merkel. Sie haben nicht einmal einen überzeugenden Kanzlerkandidaten, und sie würden es sehr schwer haben, ihre Basis für einen weiteren Wahlkampf zu mobilisieren. So viel zum Thema "ergebnisoffen".

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 28. Dezember 2017.

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading