Simons Querschuss im Januar 2013 Wegweiser für die „Alte Dame“

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Simon Forster ist Sportvolontär bei der Landauer Zeitung. (Foto: Simone Brunner) (Quelle: Unbekannt)

In Turin spricht man nur von der "vecchia signora", der "Alten Dame". Dort, im Nordwesten Italiens, wo sich Wein- und Trüffelberge abwechseln, thront sie genüsslich und genießt ihre Ruhe. Sie ist das Symbol für den Turiner Fußballverein Juventus, lateinisch für "Jugend". Doch die "Alte Dame" hat schwere Zeiten hinter sich.

Der Reihe nach. Juve ist Italiens traditionsreichster und national erfolgreichster Klub. Mit 28 "Scudetti" (dt. Meisterschaften) ist man Rekordmeister vor den Mailänder Klubs Inter und Milan. Die zwei Titel aus der Saison 2004/05 und 2005/06 wurden Juve wegen eines Manipulationsskandals aberkannt. Der damalige Juve-Manager, Luciano Moggi, hatte die Spielzeiten manipuliert und sich die Meisterschaften erkauft.

Zwangsabstieg statt Meisterfeier

Juventus Turin musste - eigentlich als Meister - einen Zwangsabstieg in die Serie B in Kauf nehmen. Dort startete der Hauptstadtverein aus dem Piemont mit 17 Minuspunkten. Viele Stars kehrten dem Verein daraufhin den Rücken. Nur die Alteingesessenen blieben. Typen wie Buffon, Pirlo, Del Piero, die 2006 mit Italien überraschend Weltmeister wurden und mit Juve den sofortigen Wiederaufstieg schafften. Das ist jetzt gut sechs Jahre her. Im neuen Stadion erinnert nichts mehr daran. Vorbei sind die Tage, in denen die "Alte Dame" in der Versenkung verschwunden war. In der letzten Saison holte sich Juventus nach fünf langen Jahren wieder einen Meistertitel - und das ungeschlagen. Seitdem verging kein Spiel, bei dem die Fans nichts zu jubeln hatten.

49 Spiele ohne Niederlage

Die "Alte Dame" verlor bis zum November vergangenen Jahres keines der letzten 49 Spiele. Dann knackte der AC Mailand die Serie. Dennoch ist das für Juve kein Grund für Verbitterung. Denn auch im neuen Jahr stehen die Zeichen voll auf Erfolg. Juventus ist Herbstmeister und steht erstmals seit vier Jahren wieder im Champions- League-Achtelfinale. Der letzte Siegeszug in Europa liegt für Juve schon 15 Jahre zurück. Am 22. Mai 1996 in Rom besiegte man Ajax Amsterdam im Finale. Mit dabei war damals der jetzige Cheftrainer Antonio Conte, ein unermüdlicher Kämpfer im Mittelfeld, ein Arbeiter.

Erfolgstrainer Antonio Conte ist zurück

Sein Werdegang als Juve- Trainer ist ebenso schlicht wie erstaunlich: Er kam 2011, sah seine Mannschaft von Sieg zu Sieg stürmen und siegte in der italienischen Meisterschaft. Im Mai 2012 dann ein Rückschlag: Conte werden Manipulationsvorwürfe vorgeworfen. Er wird vier Monate gesperrt. Im Stadion tobt er oft hinter verdunkelten Logen-Scheiben, während sein Assistent an der Linie steht. Am 7. Dezember kehrte Conte dann wieder auf die Trainerbank zurück. Seine "Alte Dame" siegte. Zu Null und mit einem Tor Unterschied. Ein typisches Juve-Ergebnis. Ex- Welttorhüter Gianluigi Buffon, der noch nie für einen anderen Verein als Juventus gespielt hat, sagte vor dem Spiel, Conte sei ein "eingesperrter Löwe". Ein Löwe, der der "Alten Dame" den Weg weist.

  1. Autor

    Simon Forster
  2. Datum

    28.12.2012 14:16 Uhr
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