Regensburg Ausschreitungen in Asylbewerberunterkunft

In einer Asylbewerberunterkunft in Regensburg kam es am Samstagvormittag zu teils massiven Ausschreitungen, nachdem dort zuvor der Leichnam einer jungen Frau entdeckt worden war. Auch Polizisten wurden dabei angegriffen. Foto: Alexander Auer

Gewalttätige Ausschreitungen am Samstagvormittag im Ankerzentrum Regensburg in der Zeißstraße. Dort überschlugen sich plötzlich die Ereignisse, nachdem eine tote Frau gefunden worden war.

Gegen 8.50 Uhr wurde der Einsatzzentrale eine tote Frau in der Asylbewerberunterkunft in der Zeißstraße gemeldet. Doch vor Ort gelang es den Einsatzkräften gar nicht erst, bis ins Gebäudeinnere zu der Leiche durchzudringen. Außerhalb des Gebäudes hatten sich etwa 40 bis 50 Bewohner versammelt, es kam zu tumultartigen Szenen. Die Einsatzkräfte wurden massiv bedrängt, Verstärkung musste angefordert werden. "Auch die nachrückenden Polizisten wurden allerdings mit Gegenständen beworfen, unter anderem mit Glasflaschen und Steinen. Eine Bergung der toten Frau war daher stundenlang unmöglich", berichtet Polizeisprecher Florian Beck gegenüber idowa.

Erst gegen 11.40 Uhr gelang es den Polizeikräften schließlich, ihren Weg ins Innere des Ankerzentrums zu bahnen und den Leichnam der jungen Frau an ein Bestattungsinstitut zu übergeben. Bei ihr handelt es sich um eine 31-jährige Nigerianerin. Sie hinterlässt drei Kinder im Alter von drei, fünf und neun Jahren.

Doch wie kam die Frau überhaupt ums Leben? Beck: "Die Todesursache ist aktuell noch völlig unklar." Allerdings gibt es aktuell keinerlei Hinweise auf einen gewaltsamen Tod der Frau.

Verletzte gab es bei dem Einsatz, der um kurz nach 12 Uhr beendet war, nicht. Neben den Ermittlungen zum Tod der Frau prüft die Polizei nun auch das etwaig strafbare Verhalten der Personen, die vor Ort gegen die Beamten vorgingen.

 

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