Der nächste Schritt hin zum Grünen Zentrum ist gemacht, die Standortfrage ist geklärt. In Regen zentralisieren sich künftig mehrer landwirtschaftliche Behörden und Verbände in der Innenstadt. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gab beim Treffen mit Behördenvertretern außerdem den weiteren Zeitplan für das Projekt bekannt.

Nachdem Staatsminister Helmut Brunner bereits vor einem Jahr „grünes Licht für das Grüne Zentrum“ melden konnte, ist nun auch die Standortfrage entschieden. Die Lösung, die der Minister von Anfang an favorisiert hatte, das Grüne Zentrum in der Nähe des Stadtzentrums beim Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum (NLM) anzusiedeln, ist nun in trockenen Tüchern.

So wurden vor Weihnachten von der Stadt noch rund 2 700 Quadratmeter Flächen erworben, die unmittelbar an das Museumsareal angrenzen. Damit stehen nun direkt am Standort insgesamt 6 330 Quadratmeter für das Bauvorhaben zur Verfügung. Zusätzlich sind im Umfeld weitere 450 Quadratmeter vorhanden, um alle Anforderungen der drei künftigen Bauherren – Stadt, Staat und landwirtschaftliche Verbände – erfüllen zu können. Aus haushaltstechnischen Gründen darf es zwischen diesen drei eigenständigen Bauvorhaben zu keiner Vermischung kommen.

Jeder Beteiligte - neben der FüAk (Staatliche Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die neu gegründete Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, die Geschäftsstellen von Bayerischem Bauernverband (BBV), die Waldbesitzervereinigung (WBV) und der Maschinen- und Betriebshilfering (MR) - muss auf seiner Parzelle bauen.

Wenn in der Planungsphase alles glatt läuft, dürfte der Spatenstich für das Grüne Zentrum im Sommer 2018 erfolgen. Eine seriöse Kostenschätzung ist aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt, da weder ein Raumprogramm noch Planungsauftrag vorliegen, nicht möglich. In jedem Falle dürften die Baukosten im zweistelligen Millionenbereich liegen und damit alle aktuellen öffentlichen Investitionen im Landkreis deutlich in den Schatten stellen.

Dafür entstehen im künftigen Grünen Zentrum insgesamt rund 150 Arbeits- und Studienplätze (oder werden dorthin verlagert). Minister Helmut Brunner erwartet sich davon eine „spürbare Belebung und Stärkung des Stadtkerns“, die als Impulsgeber auch weitere Investitionen nach sich ziehen dürfte.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht im Viechtacher Anzeiger vom 12. Januar.