Einen entspannten und vergnüglichen Abend haben die Besucher des Konzertes von Stefan Wählt und seiner i-Bänd am Sonntag im Gasthaus "Zum Kirchawirt" genossen.

Den Wirtshaussaal gegen das Wohnzimmersofa mit Tatort oder Herzkino getauscht zu haben dürfte kaum einer bereut haben. Die fünf Musiker beherrschen ihr Handwerkszeug, spielten virtuos auf und trafen mit ihrer Mischung aus Alpin-Rock und Liedermacher-Stil sowie gelegentlichem Reggae-Einschlag den Nerv der Zuhörer. Die von Wählt komponierten und getexteten Lieder sang die Combo in schönstem Niederbayerisch und kamen manchmal leicht, manchmal tiefgründig und gelegentlich auch ein wenig bissig daher. In manche Texte war Sozialkritik verpackt, in anderen wurde der gewöhnliche Alltag besungen. Bei "Liegn bleim" wird der morgendliche Kampf um eine halbe Stunde länger schlafen beschrieben, im "Jaga"-Lied fragt sich Wählt "Wo kemman de ganz'n Jaga her, ….wer hod de g'schickt... und wir rennan wie de Hos'n ohne umschaug'n nach vorn...". Gefühle weckt "dahoam" und "Pfiad engg Manna" erinnert ein wenig an Reinhard Meys "Gute Nacht Freunde"- freilich in niederbayerischer Version. Zur Unterhaltung trugen auch die humoristischen Erklärungen über die Entstehung des einen oder anderen Liedes bei, die Wählt präsentierte und die freilich nicht ohne kabarettistische Spötteleien abgingen. Ein Ohrenschmaus ist die i-Bänd aber auch ganz ohne Texte. Gerade bei den Instrumentalstücken zeigte sich das Können der Musiker. Dass Wählt und seine Band bereits eine große Fangemeinde haben, die dafür auch weitere Wege in eines der kleinsten Dörfer Niederbayerns in Kauf nehmen belegten die Autokennzeichen auf dem Parkplatz, von denen viele aus Nachbarlandkreisen waren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 05. Februar 2018.