Oberpfalz Telefon-Abzocker rufen jetzt sogar unter "110" an

Um ihre Opfer in die Irre zu führen nutzen Telefon-Abzocker anscheinend immer öfter Nummern, in denen die "110" vorkommt. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/Symbolbild/dpa

Bei der Polizei gingen in den vergangenen Tagen mehrere Mitteilungen ein, dass es zu betrügerischen Anrufen durch Rechtsbrecher kam, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Polizei warnt vor diesen Tätern, die überzeugend auftreten und zudem technisch in der Lage sind, die Rufnummer 110 erscheinen zu lassen.

In einer Pressemitteilung bittet die Polizei alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere lebensältere Angehörige, über die Betrugsmasche zu informieren. Neben Fahndungsmaßnahmen und anderen Ermittlungsschritten ist zur Vermeidung von finanziellen Schäden das Wissen über diese kriminelle Masche wichtig. Die Polizei setze daher verstärkt auf die Information der Bevölkerung.

Da gerade lebensältere Menschen immer wieder Ziel der Betrüger werden, sind deren Angehörige gefordert, auf die kriminellen Machenschaften hinzuweisen und sich als Ansprechpartner für den Fall der Fälle zur Verfügung zu stellen. Durch die bisherige Aufklärungsarbeit ist es laut Polizei bereits gelungen, große Teile der Bevölkerung für das Thema „betrügerische Anrufe“ zu sensibilisieren. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, in denen die Täter erfolgreich sind.

Wertvolle Unterstützung erhält die Polizei regelmäßig durch umsichtige Mitarbeiter von Banken und Geldinstituten. Bei großen Abhebungen oder Vermögensverfügungen weisen die Angestellten ihre Kunden routinemäßig auf Betrugsmaschen hin. So konnten bereits in vielen Fällen Übergaben oder Überweisungen an Betrüger verhindert werden.

Quer durch die Oberpfalz wurden in dieser Woche mindestens fünf Personen Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Sie behaupteten, dass ein Einbrecher festgenommen wurde, bei dem eine Liste mit Adressen sichergestellt werden konnte, auf der unter anderem der Name der Angerufenen vermerkt ist. Dadurch sollten die Opfer Angst davor bekommen, dass auch bei ihnen eingebrochen werden könnte.

Im Anschluss an diese erste Information fragen über vorhandene Barmittel und Wertgegenstände, bis hin zu dem Angebot, diese zur Sicherheit in polizeiliche Obhut zu nehmen. Um noch glaubhafter zu wirken, lassen die Täter im Display des Angerufenen eine Nummer erscheinen die meist eine Ortsvorwahl und die 110 enthält. Hierzu stellt die Polizei klar: Anrufe mit der Notrufnummer 110 gibt es nicht!

Ist die 110 auch in Verbindung mit einer örtlichen Vorwahl erkennbar ist dies bereits ein deutliches Indiz für einen betrügerischen Anruf.

Personen, die solche Anrufe erhalten sollen sich umgehend mit der „richtigen Polizei“ oder mit Personen ihres Vertrauens in Verbindung setzen. Insbesondere wenn Zeitdruck erzeugt wird oder um Geheimhaltung gebeten wird, ist besondere Vorsicht geboten.

Auf keinen Fall sollten am Telefon Auskünfte zu den eigenenen wirtschaftlichen Verhältnissen gegeben werden.

Eine Sammlung von Informationen zum Thema Telefon-Abzocke hat die Polizei unter dem Titel Vorsicht - Falsche Polizist am Telefon zur Verfügung gestellt.

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