Niederbayern/Oberpfalz Das war 2017: Der große idowa-Jahresrückblick

Auch 2017 ist in unserer Region viel passiert. So feierte etwa im Oktober die Walhalla ihren 175. Geburtstag (Foto). In unserer Bildergalerie lassen wir die wichtigsten Ereignisse des Jahres noch einmal Revue passieren. Foto: dpa

Entlaufene Wölfe, die Festnahme des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs, ein riesiger Burger für Pilsting: Hinter unserer Region liegt ein spannendes Jahr, das uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. In unserem großen Jahresrückblick sammeln wir die Geschichten, die das Jahr 2017 in Ostbayern besonders geprägt haben. 

2. Januar: Amtswechsel in Landshut
Am ersten Montag im neuen Jahr brechen in Landshut neue Zeiten an: Alexander Putz beginnt als neuer Oberbürgermeister seinen ersten Arbeitstag im Landshuter Rathaus. Er löst den aus Altersgründen ausscheidenden Hans Rampf (CSU) ab. Putz hatte sich zuvor in der Wahl überraschend klar gegen seinen Konkurrenten Helmut Radlmeier (CSU) durchgesetzt. Er ist damit der erste FDP-Politiker, der in Landshut Oberbürgermeister wurde. 

18. Januar: Regensburgs Oberbürgermeister Wolbergs wird festgenommen
Paukenschlag in Regensburg: Am 18. Januar werden Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der Bauträger Volker Tretzel und ein ehemaliger Tretzel-Mitarbeiter festgenommen. Hintergrund ist (natürlich) die Spendenaffäre. Die Vorwürfe wiegen schwer: Im Gegenzug für großzügige Parteispenden soll Wolbergs den Bauunternehmer Tretzel bevorzugt haben. Als Haftgrund wird bei den drei Beschuldigten jeweils Verdunkelungsgefahr angenommen. Die Staatsanwaltschaft befürchtet, dass sie massiv auf Zeugen eingewirkt haben. Knapp sechs Wochen muss Wolbergs in Untersuchungshaft bleiben, am 28. Februar wird er wieder entlassen. Mitte März werden auch Tretzel und sein ehemaliger Mitarbeiter erneut auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern aber weiter an. Das Landgericht Regensburg prüft momentan noch die Anklage. Im neuen Jahr soll dann entschieden werden, ob es zu einem Prozess kommt. 

28. Januar: Gina speckt ab
Am 28. Januar beginnt unsere Volontärin Regina mit einem Kolumnenformat, dass sie und uns für den Rest des Jahres begleiten wird: Gina speckt ab. Ihr Ziel: Durch mehr Sport und gesunde Ernährung abnehmen und fitter werden. Und das ein ganzes Jahr lang. Ab diesem Moment nimmt sie jede Woche ein Video auf, das ihren Fortschritt dokumentiert. Und auch, wenn es nicht immer leicht ist und Rückfälle und Motivationsabfälle nicht ausbleiben: Unterkriegen lässt sich unsere Kollegin nie. Sie bleibt dran und beißt sich durch. 48 Folgen hat sie so schon geschafft - vier stehen noch aus. Und wir sind uns sicher: Die wird sie ebenfalls noch schaffen. 

15. Februar: Schauerlicher Verdacht gegen Regensburger Krematorium
Mitte Februar gerät das Regensburger Krematorium ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Vorwürfe klingen schauerlich: Zwischen 2011 und 2015 sollen bei der Feuerbestattung von Leichnamen auch Körperteile anderer Menschen, die bei medizinischen Eingriffen "angefallen" sind, mitverbrannt worden sein. Insgesamt soll es etwa 200 solcher Fälle gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft lässt deswegen die Räume des Krematoriums durchsuchen und leitet Ermittlungen ein. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Diese dauern momentan noch an. 

22. Februar: Landshut trauert um Fritz Koenig
Am Abend des 22. Februars stirbt in Ganslberg bei Landshut einer der berühmtesten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit: Fritz Koenig. Er wurde 92 Jahre alt. Koenig wurde 1924 in Würzburg geboren, kam aber schon in jungen Jahren nach Landshut, wo er auch sein Abitur machte. 1961 zog er mit seiner Frau nach Ganslberg, wo die beiden sich ein Anwesen und ein Gestüt aufbauten. Koenigs wohl berühmtestes Werk ist die „Große Kugelkaryatide“, die er für das World Trade Center anfertigte. Die Skulptur überstand wie durch ein Wunder die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 - und wurde damit zu einem Symbol der Hoffnung. „Es war eine Skulptur, nun ist es ein Denkmal“, sagte Koenig damals.

11. März: Eine Messe für Donald Trump in Straubing
So viel Aufmerksamkeit bekommt ein Gottesdienst selten: Am 11. März berichten zahlreiche Medien über die Messe in der Straubinger Karmelitenkirche. Der Grund: Eine Straubingerin ließ die Messe für den US-Präsidenten Donald Trump einschreiben. Sie hofft, dass dadurch "alles gut wird" und "nichts Schlechtes" mehr geschieht. 

17. März: Regens Landrat Michael Adam kündigt Abschied an
Diese Nachricht sorgt im Landkreis Regen für viel Gesprächsstoff: Landrat Michael Adam (SPD) gibt am 17. März überraschend bekannt, dass er bei der nächsten Landratswahl im September nicht mehr antreten wird. Stattdessen möchte er in Passau ein Studium beginnen. Sofort beginnt die Suche nach potenziellen Nachfolgern. Vier Kandidaten werfen ihren Hut in den Ring, am Ende kommt es zur Stichwahl zwischen Rita Röhrl von der SPD und Stefan Ebner von der CSU. Dabei setzt sich Röhrl mit 54,1 Prozent der Stimmen durch. Am 1. Dezember tritt sie offiziell Adams Nachfolge an

19. März: Der traurige Fall der Malina K. 
Ein tragischer Fall löst Ende März Bestürzung in unserer Region aus: Nach einer Party in Regensburg verschwindet die 20-jährige Studentin Malina K. spurlos. Die Polizei leitet daraufhin intensive Suchmaßnahmen in die Wege, die aber erfolglos bleiben. Am 7. April bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen: Bei Donaustauf wird in der Donau die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine Obduktion bestätigt kurz darauf, dass es sich tatsächlich um die vermisste Studentin handelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten ergibt, dass die 20-Jährige ertrunken ist. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich bei den Ermittlungen nicht ergeben. 

26. April: Der kuriose Streit um das "grüne Haus"
Es klingt wie ein Fall für das "Königlich-bayerische Amtsgericht": Ein grün gestrichenes Haus sorgt in Landshut für Knatsch. Während die einen die farbenfrohe Fassade feiern ("Endlich mal was anderes!"), sind die anderen von dem auffälligen Anstrich weit weniger angetan ("Eine Störung des Ortsbildes"). Die Stadt selbst gehört zu letzteren und klagt schließlich sogar vor dem Regensburger Verwaltungsgericht auf Beseitigung. Am 30. Mai kommt es zur Verhandlung - bei der die Stadt Landshut allerdings gehörig abblitzt. Das Gericht entscheidet: Das Haus darf grün bleiben. 

Das war 2017: Der große idowa-Jahresrückblick Das war 2017: Der große idowa-Jahresrückblick

Entlaufene Wölfe, die Festnahme des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs, ein riesiger Burger für Pilsting: Hinter unserer Region liegt ein spannendes Jahr, das uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. In unserem großen Jahresrückblick sammeln wir die Geschichten, die das Jahr 2017 in Ostbayern besonders geprägt haben. 

2. Januar: Amtswechsel in Landshut
Am ersten Montag im neuen Jahr brechen in Landshut neue Zeiten an: Alexander Putz beginnt als neuer Oberbürgermeister seinen ersten Arbeitstag im Landshuter Rathaus. Er löst den aus Altersgründen ausscheidenden Hans Rampf (CSU) ab. Putz hatte sich zuvor in der Wahl überraschend klar gegen seinen Konkurrenten Helmut Radlmeier (CSU) durchgesetzt. Er ist damit der erste FDP-Politiker, der in Landshut Oberbürgermeister wurde. 

18. Januar: Regensburgs Oberbürgermeister Wolbergs wird festgenommen
Paukenschlag in Regensburg: Am 18. Januar werden Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der Bauträger Volker Tretzel und ein ehemaliger Tretzel-Mitarbeiter festgenommen. Hintergrund ist (natürlich) die Spendenaffäre. Die Vorwürfe wiegen schwer: Im Gegenzug für großzügige Parteispenden soll Wolbergs den Bauunternehmer Tretzel bevorzugt haben. Als Haftgrund wird bei den drei Beschuldigten jeweils Verdunkelungsgefahr angenommen. Die Staatsanwaltschaft befürchtet, dass sie massiv auf Zeugen eingewirkt haben. Knapp sechs Wochen muss Wolbergs in Untersuchungshaft bleiben, am 28. Februar wird er wieder entlassen. Mitte März werden auch Tretzel und sein ehemaliger Mitarbeiter erneut auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern aber weiter an. Das Landgericht Regensburg prüft momentan noch die Anklage. Im neuen Jahr soll dann entschieden werden, ob es zu einem Prozess kommt. 

28. Januar: Gina speckt ab
Am 28. Januar beginnt unsere Volontärin Regina mit einem Kolumnenformat, dass sie und uns für den Rest des Jahres begleiten wird: Gina speckt ab. Ihr Ziel: Durch mehr Sport und gesunde Ernährung abnehmen und fitter werden. Und das ein ganzes Jahr lang. Ab diesem Moment nimmt sie jede Woche ein Video auf, das ihren Fortschritt dokumentiert. Und auch, wenn es nicht immer leicht ist und Rückfälle und Motivationsabfälle nicht ausbleiben: Unterkriegen lässt sich unsere Kollegin nie. Sie bleibt dran und beißt sich durch. 48 Folgen hat sie so schon geschafft - vier stehen noch aus. Und wir sind uns sicher: Die wird sie ebenfalls noch schaffen. 

15. Februar: Schauerlicher Verdacht gegen Regensburger Krematorium
Mitte Februar gerät das Regensburger Krematorium ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Vorwürfe klingen schauerlich: Zwischen 2011 und 2015 sollen bei der Feuerbestattung von Leichnamen auch Körperteile anderer Menschen, die bei medizinischen Eingriffen "angefallen" sind, mitverbrannt worden sein. Insgesamt soll es etwa 200 solcher Fälle gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft lässt deswegen die Räume des Krematoriums durchsuchen und leitet Ermittlungen ein. Ob sich die Vorwürfe bestätigen, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Diese dauern momentan noch an. 

22. Februar: Landshut trauert um Fritz Koenig
Am Abend des 22. Februars stirbt in Ganslberg bei Landshut einer der berühmtesten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit: Fritz Koenig. Er wurde 92 Jahre alt. Koenig wurde 1924 in Würzburg geboren, kam aber schon in jungen Jahren nach Landshut, wo er auch sein Abitur machte. 1961 zog er mit seiner Frau nach Ganslberg, wo die beiden sich ein Anwesen und ein Gestüt aufbauten. Koenigs wohl berühmtestes Werk ist die „Große Kugelkaryatide“, die er für das World Trade Center anfertigte. Die Skulptur überstand wie durch ein Wunder die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 - und wurde damit zu einem Symbol der Hoffnung. „Es war eine Skulptur, nun ist es ein Denkmal“, sagte Koenig damals.

11. März: Eine Messe für Donald Trump in Straubing
So viel Aufmerksamkeit bekommt ein Gottesdienst selten: Am 11. März berichten zahlreiche Medien über die Messe in der Straubinger Karmelitenkirche. Der Grund: Eine Straubingerin ließ die Messe für den US-Präsidenten Donald Trump einschreiben. Sie hofft, dass dadurch "alles gut wird" und "nichts Schlechtes" mehr geschieht. 

17. März: Regens Landrat Michael Adam kündigt Abschied an
Diese Nachricht sorgt im Landkreis Regen für viel Gesprächsstoff: Landrat Michael Adam (SPD) gibt am 17. März überraschend bekannt, dass er bei der nächsten Landratswahl im September nicht mehr antreten wird. Stattdessen möchte er in Passau ein Studium beginnen. Sofort beginnt die Suche nach potenziellen Nachfolgern. Vier Kandidaten werfen ihren Hut in den Ring, am Ende kommt es zur Stichwahl zwischen Rita Röhrl von der SPD und Stefan Ebner von der CSU. Dabei setzt sich Röhrl mit 54,1 Prozent der Stimmen durch. Am 1. Dezember tritt sie offiziell Adams Nachfolge an

19. März: Der traurige Fall der Malina K. 
Ein tragischer Fall löst Ende März Bestürzung in unserer Region aus: Nach einer Party in Regensburg verschwindet die 20-jährige Studentin Malina K. spurlos. Die Polizei leitet daraufhin intensive Suchmaßnahmen in die Wege, die aber erfolglos bleiben. Am 7. April bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen: Bei Donaustauf wird in der Donau die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine Obduktion bestätigt kurz darauf, dass es sich tatsächlich um die vermisste Studentin handelt. Ein rechtsmedizinisches Gutachten ergibt, dass die 20-Jährige ertrunken ist. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich bei den Ermittlungen nicht ergeben. 

26. April: Der kuriose Streit um das "grüne Haus"
Es klingt wie ein Fall für das "Königlich-bayerische Amtsgericht": Ein grün gestrichenes Haus sorgt in Landshut für Knatsch. Während die einen die farbenfrohe Fassade feiern ("Endlich mal was anderes!"), sind die anderen von dem auffälligen Anstrich weit weniger angetan ("Eine Störung des Ortsbildes"). Die Stadt selbst gehört zu letzteren und klagt schließlich sogar vor dem Regensburger Verwaltungsgericht auf Beseitigung. Am 30. Mai kommt es zur Verhandlung - bei der die Stadt Landshut allerdings gehörig abblitzt. Das Gericht entscheidet: Das Haus darf grün bleiben. 

Das war 2017: Der große idowa-Jahresrückblick Der große idowa-Jahresrückblick: Mai bis August

1. Mai: Auch Maibaum-Stehlen will gelernt sein...
Das Maibaum-Klauen hat in Bayern ja eine lange Tradition und sorgt als solche auch nur selten für Streit - solange denn alles richtig abläuft. Im Landkreis Cham war in diesem Jahr aber gleich mehrmals der Wurm drin: So sorgte zunächst der Diebstahl des Arracher Baums für Ärger. Denn dieser wurde zu früh geklaut und nicht erst einen Tag vor dem Aufstellen. Daraufhin sagte der örtliche Trachtenverein das Aufstellen ab. Auch die Rimbacher hatten heuer Zwist mit Maibaumdieben: Ihr Wächter erwischte die Diebe auf frischer Tat, diese nahmen den Baum aber trotzdem mit - und das ist bekanntlich gegen die Tradition. Die Diebe sahen das jedoch etwas anders und erhoben im Gegenzug Vorwürfe gegen die Rimbacher. Sie hätten den Baum deswegen "grod extra" mitgenommen. Ebenfalls kein Glück beim Maibaumstehlen hatten auch die Willmeringer Burschen: Zuerst klauten sie versehentlich keinen Mai-, sondern einen Kirtabaum und fingen sich dafür ein Schmähgedicht ein. Daraufhin versuchten sie erneut ihr Glück, erwischten aber einen alten Baum. Erst beim dritten Anlauf konnten sie dann einen richtigen Maibaum erbeuten. 

13. Mai: Der Anfang vom Ende für das "Plutonium"
Die Diskothek "Plutonium" ist auch über die Grenzen von Straßkirchen hinaus bekannt. Oder genauer: war. Denn seit Mai ist das "Plutonium" Geschichte. Und das kam so: In der Nacht vom 13. auf den 14. Mai führte die Polizei in der Disco eine großangelegte Drogenrazzia durch - und wurde dabei auch mehr als fündig. 14 Personen, darunter auch der Geschäftsführer, wurden vorläufig festgenommen. Das Landratsamt Straubing-Bogen zog daraus Konsequenzen: Der Betreiber erhielt einen Widerruf der Gaststättenerlaubnis und eine sofortige Schließungsanordnung. Seitdem steht das "Plutonium" leer. Was nun aus dem Gebäude wird, steht noch in der Schwebe. Der Eigentümer der Immobilie hat zwar bereits Gespräche mit der Gemeinde Straßkirchen geführt, zu einer Einigung kam es bisher aber nicht. Nur bei einem ist er sich sicher: Als Disco verpachten will er das Gebäude nicht mehr. 

1. Juni: Das Semmlerhaus in Viechtach wird abgerissen
"Nein! Doch! Oh!": Dieser berühmte Spruch aus dem Louis de Funès Film "Hasch mich, ich bin der Mörder" würde auch perfekt auf die Geschichte des Semmlerhauses in Viechtach passen. Das historische Gebäude, das allerdings nicht unter Denkmalschutz steht, stand mehrmals kurz vor dem Abriss, erhielt aber stets doch noch eine Gnadenfrist. Am 1. Juni war allerdings endgültig Schluss: Der Besitzer startete mit dem Abriss. Zuerst musste das Dach weichen, einige Tage später war auch der Rest des Gebäudes dran. Wie sehr einige Viechtacher am Semmlerhaus hingen, zeigt sich auch daran, dass sie als Erinnerung Teile des abgerissenen Gebäudes mit nach Hause nahmen. So schmückt das alte Tor nun beispielsweise einen Schuppen in Teisnach.

3. Juni: Bluttat in Arnschwang
Eine schreckliche Bluttat schockiert Anfang Juni die Gemeinde Arnschwang im Landkreis Cham: In einer Asylbewerberunterkunft gerät ein 41-jähriger Afghane mit einer 47-jährigen Russin in Streit und bewaffnet sich mit einem Messer. Damit tötet er ein fünfjähriges Kind (den Sohn der Frau) und verletzt die 47-Jährige schwer. Um den Täter zu stoppen, müssen die alarmierten Polizisten von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen. Der Angreifer wird dabei tödlich getroffen. Wie sich später herausstellt, war der 41-Jährige als Straftäter bereits verurteilt und trug auch eine elektronische Fußfessel. Er hätte eigentlich nach Afghanistan abgeschoben werden sollen, hatte sich jedoch rechtlich dagegen gewehrt. 

29. Juni: Die Landshuter Hochzeit beginnt
Alle vier Jahre findet in Landshut ein ganz besonderes Schauspiel statt: Die Landshuter Hochzeit. Heuer war es wieder so weit. Vier Wochen lang verzaubert das historische Schauspiel die Stadt, 600.000 Menschen verfolgten heuer das Spektakel. Entweder direkt vor Ort, oder über unseren LaHo-Liveblog, den wir heuer zum ersten Mal angeboten haben. Aber "Halloooo"!

9. Juli: Ein Riesen-Burger für Pilsting
Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an - zum Beispiel, wenn es um Weltrekorde geht. Im Sommer holten die Pilstinger einen neuen Weltrekord nach Niederbayern: In der kleinen Marktgemeinde wurde am 9. Juli der größte Burger der Welt hergestellt - und danach komplett verspeist. 1.162 Kilo brachte der Monster-Burger am Ende auf die Waage - und damit über 200 Kilo mehr als der bisherige Weltrekord (914 Kilo). Außerdem kamen durch den Verkauf des Burgers noch über 10.000 Euro zusammen, die Kindergärten in der Region zu Gute kommen. Also eine rundum tolle Sache. 

9. Juli: Brand verzögert Museums-Eröffnung in Regensburg
Eigentlich sollte der Neubau des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg im Mai 2018 eröffnet werden. Doch im Juli machte ein Brand in einem Nebengebäude den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. In der Bavariathek war über Nacht ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand, der entstandene Sachschaden geht jedoch in die Hunderttausende. Die Verantwortlichen haben bereits angekündigt, dass der angepeilte Eröffnungstermin nicht zu halten sein wird.

18. Juli: Abschlussbericht im Domspatzen-Skandal vorgestellt
Ein wichtiges Datum: Am 18. Juli wird in Regensburg der Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal bei den Domspatzen vorgestellt. Die Quintessenz: Der Missbrauchsskandal hat noch größere Ausmaße als bisher bekannt. Mindestens 547 Sänger des berühmten Chors wurden Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt. Auch Georg Ratzinger, Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und damaliger Domkapellmeister, wird eine Mitschuld gegeben. Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs bat bei der Vorstellung des Berichts die Opfer um Entschuldigung. 

7. August: Liebesbotschaft in Feld 
Ein ganz besonderes Geschenk verzückt Anfang August viele Bogener und das Internet gleichermaßen: Ein 53-jähriger Landwirt aus Sand grubbert die Worte "Ich liebe dich" und ein Herz in sein Feld. Vom Bogenberg aus ist der Liebesbeweis für seine Freundin gut zu erkennen. So dauert es nicht lange, bis sich das Foto auch im Netz verbreitet und dort ebenfalls viel Lob erntet.

12. August: Das Gäubodenvolksfest wird eröffnet
Jedes Jahr im August öffnen sich in Straubing die Türen zum "Trumm vom Paradies": Dem Gäubodenvolksfest. Ebenfalls gute Tradition ist es, dass das Gäubodenvolksfest von einem namhaften Politiker eröffnet wird und dieser ein Gastgeschenk mitbringt. Heuer fiel diese Ehre (und Pflicht) dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu. Am 12. August erklärte der CSU-Politiker das Gäubodenvolksfest offiziell für eröffnet - und läutete damit elf Tage friedlichen Feierns ein. 

30. August: Mord im Rotlicht-Milieu schockiert Regensburg
Ein brutaler Mord sorgt Ende August in Regensburg für Entsetzen: Eine 33-jährige Frau wird tot in einer Wohnung gefunden, in der sie als Prostituierte gearbeitet haben soll. Schnell steht fest, dass sie gewaltsam ums Leben kam. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und kann knapp eine Woche später einen Verdächtigen festnehmen. Es handelt sich um einen 21-jährigen Asylbewerber aus Mali. Er soll die Frau bestohlen und zur Vertuschung der Tat mit bloßen Händen erwürgt haben. Der junge Mann hat die Tat mittlerweile auch eingeräumt und sitzt seitdem in Haft. 

Das war 2017: Der große idowa-Jahresrückblick Der große idowa-Jahresrückblick: September bis Dezember

3. September: Weltrekord auf dem Gillamoos aufgestellt
Weltrekord, die Zweite: Anfang Septemer wird in Niederbayern ein weiterer Weltrekord aufgestellt - im Maßkrugtragen. Der 45-jährige Oliver Strümpfel transportiert auf dem Gillamoos in Abensberg 29 Maßkrüge gleichzeitig und stellt damit eine neue Bestmarke auf. 

24. September: Die Bundestagswahl und ihre Folgen
Das politische Erdbeben erfasst auch unsere Region: Am 24. September wird in Deutschland gewählt - und die "etablierten" Volksparteien erleiden deutliche Verluste. Ein Trend, der sich auch in Niederbayern und der Oberpfalz beobachten lässt. Größter Gewinner ist hier die AfD, die in manchen Wahlkreisen nach der CSU sogar die zweitstärkste Kraft wird. Welche Folgen das Wahlergebnis auf Bundesebene haben wird, lässt sich auch über drei Monate danach nur schwer abschätzen. Die Jamaika-Sondierungsgespräche sind gescheitert, nun prüfen Union und SPD, ob sie es nicht doch noch einmal zusammen in einer Großen Koalition versuchen sollen. Die Alternativen wären eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen. Das kommende Jahr wird zeigen, wohin die Reise geht. 

26. September: Der Bayern-Ei-Untersuchungsausschuss nimmt seine Arbeit auf
Die Bayern-Ei-Affäre ist einer der größten Lebensmittelskandale der jüngeren Zeit - und ihren Anfang nahm sie in Niederbayern. Nach wie vor sind jedoch noch viele Fragen offen. Um das zu ändern, wird ein eigener Untersuchungsausschuss gebildet, der am 26. September seine Arbeit aufnimmt. Dabei werden auch Politiker aus unserer Region wie der Straubinger Landrat Josef Laumer oder der Dingolfinger Landrat Heinrich Trapp vernommen. Auch wenn die Arbeit des Ausschusses noch lange nicht abgeschlossen sind, lässt sich bereits anhand der bisher gewonnenen Erkenntnisse sagen, dass massive Mängel im bayerischen Kontrollsystem den Salmonellen-Skandal begünstigten. 

1. Oktober: Straubing wird Universitätsstadt
Was lange währt, wird endlich gut: Zum 1. Oktober wird die Stadt Straubing offiziell zur Universitätsstadt erhoben. Der "Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit" ist damit der vierte Standort der Technischen Universität München (TUM). 1.000 Studienplätze und bis zu 80 Professuren sollen bis 2019 besonders rund um das Thema nachwachsende Rohstoffe geschaffen werden.

6. Oktober: Sechs Wölfe entkommen aus dem Nationalpark
Kaum ein Thema sorgt in diesem Jahr für mehr Reaktionen in unserer Region als dieses: In der Nacht auf den 6. Oktober entkommen sechs Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Mitarbeiter versuchen daraufhin mit Hochdruck, sie wieder einzufangen. Leider sind die Mühen nicht vollends von Erfolg gekrönt: Bislang konnte nur einer der Wölfe lebendig gefangen werden. Zwei Wölfe mussten erschossen werden, ein weiterer wurde von einer Regionalbahn erfasst und dabei getötet. Die Suche nach den letzten beiden entflohenen Wölfen dauert noch an. Wie genau die Tiere entkommen sind, ist bislang noch nicht geklärt. Laut Polizei könne eine Fremdeinwirkung aber nicht ausgeschlossen werden. 

7. Oktober: Brand in ehemaligem Jugendzentrum in Straubing
Ein schwarzer Tag für Straubing: In der Nacht auf den 7. Oktober bricht im Dachstuhl des ehemaligen Jugendzentrums ein Feuer aus. Das beinahe fertig sanierte Gebäude wird dabei so schwer beschädigt, dass es auf den Rohbauzustand zurückgebaut werden muss. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mindestens fünf Millionen Euro. Beunruhigend ist der Brand auch deshalb, weil er mehrere Parallelen zu dem verheerenden Rathaus-Brand im Vorjahr aufweist. Die Polizei kommt bei ihren Ermittlungen allerdings zu dem Schluss, dass zwischen beiden Bränden kein Zusammenhang besteht

21. Oktober: Die Walhalla feiert ihren 175. Geburtstag
Sie hat sich gut gehalten: Die Walhalla feiert am 21. Oktober ihren 175. Geburtstag. Das wird standesgemäß mit einem Prachtfeuerwerk gefeiert: Knapp 40.000 Besucher strömen deswegen nach Donaustauf, um das Spektakel zu bestaunen. 

18. November: Kommt ein Einbrecher geflogen...
Dieses Video geht Ende November buchstäblich durch die Decke: In der Nacht auf den 18. November bricht ein Mann zunächst in einen Straubinger Verbrauchermarkt ein - und dann durch den Dachboden. Eine Überwachungskamera zeichnet den unfreiwilligen (und unfreiwillig komischen) Sturz auf. Der Leiter des betroffenen Geschäfts entscheidet sich später dazu, das Video auch auf YouTube zu veröffentlichen. Dort sorgt es für viel Schadenfreude, wird jedoch schnell zum Bumerang: Als die Staatsanwaltschaft davon Wind bekommt, leitet sie Ermittlungen gegen den Marktbetreiber in die Wege. Denn auch Einbrecher haben Persönlichkeitsrechte - und die wurden mit der Veröffentlichung des Videos möglicherweise verletzt. Einen kleinen Trost gibt es für den betroffenen Markt aber trotzdem: Der gesuchte Einbrecher wurde mittlerweile geschnappt. 

21. November: Ein Name für die neue Donaufähre
Mit Spannung wurde er erwartet: Der Name für die neue Donaufähre, die im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen soll. 141 Vorschläge gehen beim Landratsamt Straubing-Bogen ein, am Ende macht der Name "Posching" das Rennen. Passt auch gut, schließlich ist so sowohl die Fähre als auch ihr Name ein Bindeglied der beiden Gemeinden Stephansposching und Mariaposching. 

28. November: Kein Technologie-Campus für Viechtach
Wenn die Viechtacher sich streiten, freut sich Teisnach: Der Viechtacher Stadtrat lehnt Ende November das Projekt Technologiecampus ab. Der Grund ist - wie so oft - das liebe Geld: Um den Campus auch finanziell zu stemmen, hätte die Stadt den Gewerbepark verkaufen und andere Maßnahmen wie die Freibadsanierung aufschieben müssen. Dafür findet sich im Stadtrat jedoch keine Mehrheit. Während einige über das Campus-Aus enttäuscht sind, sehen andere das Aus als einen Sieg der Vernunft an. Im nahen Teisnach freut man sich jedenfalls über die Entscheidung - und bewirbt sich kurzerhand selbst für den Campus. Mit Erfolg: Am 27. Dezember kommt das OK aus dem Kultusministerium und der Weg für einen Technologiecampus in Teisnach ist frei

29. November: Keine Chance für Gaffer
Was tun gegen Gaffer? Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kelheim hat man auf diese Frage kürzlich eine kreative Lösung gefunden: Aufblasbare "Gafferwände". Sie sind mobil, brauchen beim Transport kaum Platz, stehen in zwei Minuten und halten Einsatzkräfte nicht von wichtigeren Aufgaben ab. Eine rundum gelungene Lösung, mit der die Feuerwehr bisher auch sehr gut fährt. Schade allerdings, dass man derlei Sichtschutz überhaupt braucht. 

1. Dezember: Trauer um Graf von Lerchenfeld
Der Landkreis Regensburg trauert um einen verdienten Politiker: Am 1. Dezember erliegt der frühere Bundestagsabgeordnete Philipp Graf von und zu Lerchenfeld in Köfering einer schweren Lungenerkrankung. Er wurde 65 Jahre alt. Lerchenfeld war ein Vertreter des ältesten deutschen Uradels. Seine Familie hat einen Ministerpräsidenten hervorgebracht, Diplomaten, Hofbeamte und Ritter.

11. Dezember: Das neue Landshuter Landratsamt kommt nach Essenbach
Es war ein schlichter Satz, aber mit großer Tragweite: "Als Sitz für das neue Landratsamt wird seitens des Landkreises Landshut die Gemeinde Essenbach festgelegt", hieß es am 11. Dezember in der Sitzung des Kreisausschusses. Die Entscheidung fiel einstimmig.

20. Dezember: Zwangspause für "Utopia Island"
Eine traurige Nachricht für Festival-Freunde: Das beliebte "Utopia-Island" Festival in Moosburg, das schon Künstler wie Deichkind, K.I.Z oder Martin Garrix in die Region lockte, wird im kommenden Jahr nicht stattfinden. Der Grund: Das Landratsamt Freising hat für die geplanten Umbaumaßnahmen am Aquapark, wo das Festival stattfindet, keine Genehmigung erteilt. Der Veranstalter sieht diese aber als zwingend erforderlich an und will das Festival deswegen erst 2019 wieder fortsetzen. 

Und das war er, unser großer Jahresrückblick für 2017. Vielen Dank für's Lesen! Wir wünschen all unseren Lesern frohe Feiertage, einen guten Rutsch und viel Erfolg im kommenden Jahr!

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