Niederaichbach Mit Farbe beladener Anhänger kippt um - Kreisverkehr gesperrt

Im Kreisverkehr in Niederaichbach ist am Freitagnachmittag ein Anhänger mit Farbe umgekippt. Zunächst ging man von einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter aus. Foto: km

Unfall im Landkreis Landshut: Im Kreisverkehr in Niederaichbach ist gegen 15.00 Uhr ein mit zwei Tonnen roter Farbe beladener Autoanhänger umgekippt.

Da zunächst von einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter ausgegangen wurde, rückten zahlreiche Feuerwehren mit Spezialgerät zur Unfallstelle an. Es wurden Messungen hinsichtlich Explosionsgefahr durchgeführt. Diese verliefen während des ganzen Einsatzes negativ. Da es keine Ladepapiere gab, konnten die Einsatzkräfte nicht genau sagen, wie die Lacke und Farben zusammengesetzt waren. Darum führten sie die Räumung unter schwerem Atemschutz und mit Schutzkleidung durch und bereiteten Wasser, Schaum und Pulverlöschanhänger vor, um im Fall eines Brandes schnell reagieren zu können.

Bei schweißtreibenden Temperaturen entluden sie Fässer mit 200 Kilo Gewicht. Da Farbe in den Kanal gelaufen war, musste auch dieser geprüft werden. Die Feuerwehren konnten verhindern, dass Lack in die Isar lief.

Zur weiteren Abklärung wurden hier neben Spezialfirmen zur Reinigung von Kanal und Fahrbahn sowie zum Abtransport des sichergestellten Gefahrgutes auch das Wasserwirtschaftsamt hinzugezogen. Weiter waren an der Einsatzstelle Vertreter des Landratsamtes Landshut, des Gefahrstofftrupps der Polizei aus Deggendorf anwesend. Ebenso der Bürgermeister der Gemeinde Niederaichbach und der Straßenbaulastträger. Der Verkehr wurde durch die Feuerwehren weiträumig umgeleitet.

Hinsichtlich der Unfallursache und des entstandenen Sachschadens ermittelt die Polizei. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Niederaichbach, Oberaichbach, Goldern, Ahrain, Wörth, Piflas mit dem Ölschadensanhänger und Landshut-Achdorf mit dem Gerätewagen Gefahrgut sowie Kreisbrandinspektor Karl Hahn und die Kreisbrandmeister Josef Neß und Günther Deller. Insgesamt dauerte dieser äußerst materialintensive Einsatz bis fast 23:00 Uhr.

 

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