Nicht belohnt Raben lassen gegen Dresden wichtige Satzbälle liegen

Sowohl im ersten als auch im dritten Satz war deutlich mehr drin für Vilsbiburg. Foto: Rote Raben

Schade! Die Roten Raben haben im Bundesliga-Klassiker beim Dresdner SC eine spielerisch ansehnliche und kämpferisch sehr beherzte Vorstellung geboten – aber am Ende setzte sich der amtierende Deutsche Meister vor 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Margon-Arena mit 3:0 durch (26:24, 25:18, 28:26).

In den äußerst engen Sätzen 1 und 3, in denen sie jeweils einen Satzball hatte, war für die Mannschaft von Trainer Jonas Kronseder mehr drin. Diese Chancen blieben ungenutzt – und damit auch die Hoffnung unerfüllt, beim favorisierten DSC einen „Bonus-Punkt“ mitnehmen zu können. Nun gilt die volle Konzentration im Raben-Lager den beiden Auswärtsspielen in Suhl (am Mittwoch) und Erfurt (am Samstag), aus denen man die maximale Ausbeute von sechs Zählern holen will.

Auf Vilsbiburger Seite fehlten die erkrankte Lauren Plum und Liana Mesa Luaces (Muskelverletzung an der Wade), für sie spielte Courtney Felinski auf der Diagonalposition und machte ihre Sache sehr ordentlich. Das US-Girl war mit 10 Punkten hinter Lena Stigrot (13) beste Scorerin ihres Teams, während Kadie Rolfzen für Dresden 18 Zähler sammelte.

Aufholjagd zugelassen

Die Roten Raben begannen in der Margon-Arena furios und zwangen mit einer 10:6- Führung DSC-Meistertrainer Alex Waibl zur ersten Auszeit. Bis zum 21:16 hatte der couragierte Außenseiter die Sache im Griff, dann glich Dresden zum 22:22 aus. Bei 24:23 ließen die Raben einen Satzball liegen, während der Meister seine erste Chance nutzte und den Satz mit 26:24 beendete.

Durchgang Nr. 2 war der einzige, den der Favorit dominierte: Über 8:3 und 16:9 kam der DSC zum 25:18 und erhöhte so auf 2:0 nach Sätzen. Als die Roten Raben im 3. Abschnitt mit 4:8 und später mit 11:16 zurücklagen, sah es nicht gut aus. Doch mit viel Energie und starkem Willen kämpfte sich Vilsbiburg zurück und schaffte bei 19:19 den Ausgleich.

Das Finish war ein Krimi: Nach Abwehr des ersten Dresdner Matchballs hatten die Raben bei 25:24 eigenen Satzball – und konnten ihn nicht nutzen. Wenig später verwertete der DSC seinen dritten Matchball zum 28:26. Keine Frage: Das Satzresultat von 3:0 spiegelte nicht die Kräfteverhältnisse auf dem Feld wider.

Sports&Travel-MVP wurde bei den Roten Raben Außenangreiferin Keao Burdine und beim Gastgeber Libera Valérie Courtois, die Schwester des belgischen Weltklasse-Torhüters Thibaut Courtois von Chelsea London.

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