Interview mit Datenanalyst Von YES bis Kwitt

Mit welchen Technologien sich Banken für die Zukunft rüsten.

Schnell, bequem, sicher. Diesen Anforderungen an modernes Bezahlen stellen sich auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Sie haben etliche digitale Produkte entwickelt, um jedem Kunden eine passende Lösung zu bieten.
Josef Burgmeier von der Sparkasse Niederbayern-Mitte nennt einige Beispiele: Seit wenigen Monaten ist die Sparkassen-Internet-Filiale multibankenfähig. Das heißt, Kunden können in das Online-Banking auch Konten anderer Institute einbinden.

Mit der Stimme bezahlen

Zur Zeit werden Kontostände und Kontoumsätze angezeigt. Ab Mitte 2019 können Kunden im Online-Banking der Sparkasse neben Kontostands-Abfragen auch Transaktionen wie Überweisungen mit Konten anderer Institute veranlassen. Ab Herbst ist die Steuerung der Internet-Filiale mit der Stimme möglich. Das sogenannte Voice-Banking. Gestartet wird mit Google Home, später kommt Alexa hinzu.

Neu ist auch der kostenlose Vertrauensdienst YES. Damit beschleunigt man den Registrierungs-Prozess als Neukunde bei einem Online-Shop. Drückt der Kunde den YES-Button, werden die Daten aus dem Online-Banking an den Shop übertragen. Der Bestellvorgang beschleunigt sich, das lästige Erfassen von persönlichen Daten fällt weg.

Geld wie eine WhatsApp senden

Philipp Dengler von der Raiffeisenbank Straubing verweist auf die VR-Banking-App mit Erkennung per Fingerabdruck oder über das Gesicht (TouchID und FaceID) sowie auf die einfach gestaltete App Kwitt. Hier können Nutzer Beträge bis 25 Euro wie eine WhatsApp verschicken. Der Fachbegriff lautet Instant Payment oder Echtzeitzahlungen. Natürlich braucht man ein Girokonto im Hintergrund. Ein weiteres Beispiel ist der digitale Anlage-Assistent „MeinInvest“. In einem Chat fragt das Programm Risikobereitschaft und Wünsche ab und bietet eine maßgeschneiderte Geldanlage an.

Philipp Dengler ist wie Josef Burgmeier etwas enttäuscht darüber, dass viele junge Kunden den alteingesessenen Geldinstituten nicht zutrauen, neben den klassischen Produkten auch moderne Angebote zu haben. „Dabei sind wir in jeder Hinsicht bestens aufgestellt und fürchten keinen Wettbewerb“, betonen die Experten.

 

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