Neufahrn Polizei beschlagnahmt Waffen bei mutmaßlichem "Reichsbürger"

Polizisten und Mitarbeiter des Landratsamts Landshut haben am Dienstagvormittag in Neufahrn die Wohnung eines mutmaßlichen "Reichsbürgers" durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Waffen beschlagnahmt.

Acht Gewehre, drei Pistolen und eine große Menge Munition fanden die Beamten bei dem 75-Jährigen. Auch einige erlaubnisfreie Gas-Pistolen wurden sichergestellt. Der Rentner steht laut den Ermittlungen der Polizei der sogenannten "Reichsbürger-Bewegung" nahe. Demnach hatte der Mann, der seit 2002 im Landkreis Landshut wohnt, beim Landratsamt Unterlagen nach dem Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 beantragt. Zudem hatte er gegenüber Polizisten verkündet, er gehe "jetzt zu den Reichsbürgern". Das Landratsamt Landshut prüfte daraufhin die waffenrechtliche Eignung des Jägers und erwirkte beim Verwaltungsgericht Regensburg einen Durchsuchungs- und Sicherstellungsbeschluss, der nun vollzogen wurde. An der Aktion waren neben der PI Rottenburg auch Polizisten aus Landshut und Straubing beteiligt.

Sogenannte "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an und behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie sprechen daher Behörden und Gerichten ihre Legitimität ab und akzeptieren auch keine amtlichen Bescheide. Seit Mitte Oktober ein 49 Jahre alter "Reichsbürger" in Georgensgmünd bei Nürnberg einen Polizisten erschossen hat, wird die Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet.

  1. Autor

    idowa
  2. Datum

    06.12.2016 14:57 Uhr
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Kommentare

Wenn jemand einer "reichsbürger-bewegung" angehört, dann ist dieser jemand, geistig, zu nichts mehr in der Lage... Gut, dass gegen derlei hochverräter mittlerweile so durchgegriffen wird.

Wenn jemand einer "reichsbürger-bewegung" angehört, müsste er konsequenterweise auch sämtliche Berechtigungen, die er jemals von der "BUNDESREPUBLIK Deutschland" erhalten hat, verleugnen: Vom Schulabschluss, über den Führerschein bis hin zum Jagdschein. Somit gehört ihm das alles eingezogen. Sobald er dagegen klagt, also die bundesrepublikanische Gerichtsbarkeit in Anspruch nimmt, ist es mit seiner "reichsbürger-bewegung" vorbei.

Wenn jemand mit 75 koerperlich und geistig in der Lage ist, der Jagd nach zugehen spricht sicherlich nichts dagegen. Pauschale Aussagen wie die von Mister Schlauberger sind nicht sachdienlich.Der Mann hatte im uebrigen keinen Waffenschein, sondern eine Waffenbesitzkarte.

unabhängig ob Reichsbürger oder nicht: Mit 75 Jahren braucht man keinen Waffenschein mehr, geschweige denn Waffen!

Erklären Sie mir das doch mal wie sie zu dieser Meinung kommen ?

Die Waffenbesitzer die ich kenne gehen alle höchst sorgfältig mit Ihren Waffen um, sind verantwortungsbewusst und in höchstem Maße vertrauenswürdig.

Wie viele Waffenbesitzer kennen Sie ?

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