NawaRo Straubing – Interview Andreas Urmann: "Straubing ist mein Zuhause geworden"

Andreas Urmann in seiner Anfangszeit bei NawaRo, im legendären orangen Aufstiegsanzug und vor dem Straubinger Stadtturm. Foto: fotostyle-schindler.de

Nach fast fünf Jahren ist heute Abend Schluss: Andreas Urmann ist zum letzten Mal Trainer beim Volleyball- Zweitligisten NawaRo Straubing. Im Interview mit unserer Zeitung spricht er über seine Zeit in Straubing, seine Zukunftspläne und darüber, was er sich von diesem letzten Spiel erhofft.

Herr Urmann, mit welchen Gefühlen werden Sie heute Abend in die Halle gehen?
Andreas Urmann: Man freut sich grundsätzlich immer auf ein letztes Saisonspiel. Es ist auch schön, dass es dieses Mal auch sportlich noch um etwas geht, dass das Spiel noch eine Bedeutung hat. Deshalb überwiegt bei mir zunächst auch der Fokus auf das Spiel.

Wird die Partie für sie emotionaler als ein gewöhnliches Heimspiel?
Urmann: In der Vorbereitung und während des Spiels, nein, das denke ich nicht. Wie es dann anschließend sein wird, wenn es wirklich vorbei ist, kann ich noch nicht sagen. Das lasse ich einfach auf mich zukommen.

Wie blicken Sie insgesamt auf die rund fünf Jahre hier als NawaRo- Trainer zurück?
Urmann: Es war unter dem Strich eine sehr schöne und positive Zeit. Ich habe mit dem Verein viel erlebt und viele Erfolge gefeiert. Ich habe mich weiterentwickelt, und auch der Verein hat sich stark entwickelt. Zudem durfte ich viele Spielerinnen auf ihrem Weg begleiten. Während der Zeit habe ich auch viele Freundschaften geschlossen, die ich nicht missen möchte.

Haben Sie sich sofort wohlgefühlt, als Sie 2012 nach Straubing gekommen sind?
Urmann: Es war natürlich eine Umstellung für mich, es ist einfach eine andere Mentalität. Auch sprachlich war es am Anfang nicht ganz so einfach (lacht). Aber ich habe mich hier sehr schnell eingelebt und mich von Beginn an wohlgefühlt. Generell gefällt es mir hier sehr gut, ich schätze die Menschen und die Lebensqualität in der Stadt. Straubing ist mein Zuhause geworden, und ich habe die Stadt als meine jetzige Heimat auch ein bisschen ins Herz geschlossen.

Ist der Abschied von NawaRo deshalb noch schmerzvoller?
Urmann: Am Anfang war ich über die Entscheidung sicher enttäuscht. Aber ich bin allgemein ein positiver Mensch. Es gab Gründe, warum ich damals aus Chemnitz nach Straubing bin, und es wurde eine tolle Sache. Deshalb sehe ich das auch jetzt positiv. Es wartet ein neuer Abschnitt im Leben auf mich, und ich bin gespannt darauf.

Was planen Sie für die Zukunft, werden Sie weiterhin im Volleyball zu tun haben?
Urmann: Das kann ich noch nicht genau sagen. Das ist ein Thema, mit dem ich mich erst nach dem letzten Spieltag intensiv beschäftigen werde. Aber es kann durchaus sein, dass es eine etwas längere volleyballfreie Zeit wird. Das wäre auch nichts Schlimmes. Dann kommen andere Sachen, denen man sich widmen kann und die einen ausfüllen.

Was wünschen Sie NawaRo für die Zukunft?
Urmann: Generell viel Erfolg. Ich kenne keine Details, welchen Weg der Verein in Zukunft gehen will. Aber ich wünsche den Verantwortlichen viel Glück und ein gutes Händchen. Auch den Spielerinnen, egal, ob sie hier bleiben oder einen neuen Weg einschlagen, wünsche ich ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Und was wünschen Sie sich für Ihr letztes Spiel als NawaRo-Trainer?
Urmann: Dass wir ein gutes Spiel machen und den Leuten noch einmal schönen Volleyball bieten. Ich hoffe, dass es ein schöner und erfolgreicher Saisonabschluss wird und am Ende jeder zufrieden nach Hause geht.

"Der Macher" – die Geschichte über fünf Jahre Andreas Urmann bei NawaRo Straubing lesen Sie in der Wochenendausgabe des Straubinger Tagblatts und bei idowa+.

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