Kritik nach Mordfall Brauchte die Polizei 40 Minuten bis nach Loiching?

In diesem Haus in Loiching (Kreis Dingolfing-Landau) wurde am 19. Dezember eine 64-jährige mutmaßlich von ihrem 42-jährigen Sohn getötet. Foto: Redaktion

Fünf Tage vor Heilig Abend ereignete sich in Loiching eine Familientragödie. Ein 42-jähriger Mann soll seine 64-jährige Mutter nach einem Streit erstochen haben. Doch die Pressemitteilung der Polizei Niederbayern warf in Verbindung mit den Beobachtungen der Anwohner Zweifel auf, ob die Polizei schneller hätte da sein und Schlimmeres hätte verhindern können.

Es ist 20.05 Uhr am Dienstag, 19. Dezember. Eine 35-jährige Frau aus Niederaichbach ruft bei der Polizei an. Ihr Mann hatte sich mit seiner Mutter aus Loiching am Telefon gestritten und wollte zu ihr fahren. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Ehefrau wohl befürchtete, dass der Streit zwischen Mutter und Sohn bei einem Aufeinandertreffen eskalieren könnte. Außerdem wurde der Verdächtige als psychisch auffällig geschildert, so Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch wenige Tage nach der Tat.

Augenzeugen berichteten dem Dingolfinger Anzeiger nun, dass erst ab 20.45 Uhr Polizei und Rettungsdienst vor Ort waren, also 40 Minuten nach Eingang des Notrufes. Die Polizeistreife aus Dingolfing konnte bei ihrem Eintreffen in der Feldkirchener Straße in Loiching nur noch die tödlich verletzte Frau auffinden, für die jede Rettung zu spät kam.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 28. Dezember 2017.

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