Moosburg an der Isar "Russenfriedhof": Mehr als tausend Schicksale

Einst nur mit Nummern versehen, ist durch neue Forschung wieder klar, welche "Russen" einst in Oberreit bestattet waren. Foto: Archiv: Karl A. Bauer/Repro: cf

Die wechselvolle Geschichte des sogenannten "Russenfriedhofs" in Moosburg-Oberreit beschrieb der Gymnasiallehrer und Historiker Karl Rausch eindringlich am Dienstagabend in der Volkshochschule Moosburg.

Immerhin verbirgt sich hinter jedem Grab auch ein Schicksal. Das ist aber allzu oft das eines sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg. Das Stalag Moosburg VII A hatte hier seinen Friedhof mit 1000 Bestatteten, aber es gab 2.000 Todesfälle. Was seltsam klingt, klärte Rausch zuletzt auf.

Der Vortrag entpuppte sich als gelungene Werbeveranstaltung, hat doch der Verein Stalag Moosburg gerade ein Buchprojekt zu Ende gebracht, dessen Ergebnis am 10. März der Öffentlichkeit vorgestellt wird. "Auf den Spuren verlorener Identitäten" heißt das und ist der Situation der sowjetischen Kriegsgefangenen im Stalag VII A gewidmet. Um Identität und Schicksale, Namen und Gesichter geht es in den drei Buchbeiträgen und ging es auch Rausch am Dienstag. So zeichnete der Lehrer zwar sowohl die Geschichte der Erinnerungskultur in Moosburg wie auch die Problematik des Friedhofs nach, fand jedoch noch genug Zeit für die sowjetischen Kriegsgefangenen und einige Einzelfälle - ganz konkret mit Namen und dem Sterben in deutscher Gefangenschaft. Die sowjetischen Kriegsgefangenen stellten zwar lediglich die zweitgrößte Gefangenengruppe in Moosburg, doch bei Weitem die größte Gruppe an Verstorbenen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 26. Januar 2018.

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