Marienbad Urlaub in der Nähe: So schön ist es bei unseren Nachbarn

Besonders im Herbst ist Marienbad zauberhaft. Foto: Doris Emmer

Marienbad ist sicher eine Reise wert: Nur etwa eine halbe Stunde von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt, verzaubert das schmucke Städtchen seine Besucher in goldenen Herbstfarben. Egal ob man Freund der deftigen böhmischen Küche ist, das heilsame Wasser genießen möchte, in den zahlreichen Geschäften bummeln will oder einfach nur das wunderschöne, an die Donaumonarchie erinnernde Ambiente auf sich wirken lassen will. Marienbad ist zum Verlieben.

Wenn Sie nach Marienbad kommen, das von Cham aus über die B 22 bequem zu erreichen ist, dann sollten Sie unbedingt diese zehn Tipps beherzigen:

1. Genießen Sie die böhmische Küche: Deftige Ente oder Gulasch mit viel Soße und böhmischen Knödeln sind allemal ein Erlebnis. Wer sich daran nicht herantraut, dem stehen in Marienbad zahlreiche Restaurants vom Fisch-Lokal, über den Italiener, das Pub, den Döner-Grill und das Cafe mit tschechischen Kuchenspezialitäten und Mehlspeisen zur Verfügung. Österreich lässt hier grüßen!

2. Machen Sie unbedingt eine der zahlreichen Fahrten in die Umgebung oder eine Stadtrundfahrt mit der Pferdekutsche oder einen kostenlosen Stadtspaziergang mit. Informationen zu Zeiten und Treffpunkten gibt das Tourismusbüro im Herzen der Stadt.

3. Von der bestickten Tischdecke über Swarowski-Schmuck bis hin zu den beliebten Kurtassen gibt es viele Souveniers in Marienbad zu erstehen. Ein guter Platz um typisch böhmische Mitbringsel zu kaufen sind die Kolonaden.

4. Die Kolonaden sollten Sie unbedingt besuchen. Der prachtvolle Bau lädt zum Wandeln ein und lässt die Zeit vor 100 Jahren wieder auferstehen, wo man noch den Sommer über zur Wasserkur in Marienbad weilte und sich in der Wandelhalle zeigte.

5. Probieren Sie das Wasser aus den zahlreichen Brunnen, die in der Stadt verteilt sind. Wer es stilecht tun möchte, trinkt es aus der Schnabeltasse, die dafür sorgt, dass das Eisen im Wasser nicht die Schneidezähne verfärbt. Doch auch für den kleinen Geldbeutel gibt es für 40 Cent bei den Kolonaden Plastikbecher, um aus den Hähnen vom Schwefelwasser bis zum Magnesiumlabsal alles zu probieren. Hier finden Sie auch Tafeln, auf denen die Zusammensetzung der Mineralquellen angegeben ist.

6. Das typischte Mitbringsel aus Marienbad sind die Kur-Obladen. Diese bekommt man am frischesten im Fabrikladen bei den Kolonaden. Hier bekommt man sogar warme Waffeln frisch in die Hand zum Knabbern. Achten Sie darauf, dass Sie das Originalprodukt bekommen. Das erkennt man daran, dass die Geschäfte, die dieses vertreiben blau sind.

7. Kommen Sie zur ungeraden vollen Stunde in den Sommermonaten zur Kolonade und genießen Sie die Wasserchoreografie zu epischen und klassischen Melodien. Sie werden begeistert sein. Was sich etwas nach Kitsch anhört, muss man erlebt haben.

8. Genießen Sie die Umgebung. Rund um Marienbad gibt es kleinere Orte, einen Skihügel, der über eine Seilbahn zu erreichen ist, und einen Miniaturenpark, der Gebäude aus der tschechischen Geschichte zeigt. Eine Fahrt lohnt sich.

9. Besuchen Sie bei einer Busfahrt auch die anderen Bäder, Franzensbad und Karlsbad, sowie den schmucken Ort Eger. Wer mit dem Bus fährt, bekommt bei einer Stadtführung alles Wichtige erklärt.

10. Besuchen Sie Marienbad zu den verschiedenen Jahreszeiten. Im Herbst verzaubert der Ort durch die buntgefärbten Blätter in den Parks, im Winter können Sie den Christkindlmarkt besuchen, im Frühjahr erwachen die Parks zur Flaniermeile und im Sommer tut ein erfrischendes Bad im heilsamen Wasser in den zahlreichen Bädern in Marienbad gut.

 

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