Mallersdorf Polizeieinsatz im Asylbewerberheim

Großeinsatz für die Polizei am Mittwoch im Asylbewerberheim in Mallersdorf (Kreis Straubing-Bogen). Dortige Bewohner hatten mitgeteilt, ein junger Syrer würde mit einem Messer bewaffnet andere Mitbewohner angreifen. (Symbolbild) Foto: Mathias Adam
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Großeinsatz für die Polizei am Mittwoch im Asylbewerberheim in Mallersdorf (Kreis Straubing-Bogen). Dortige Bewohner hatten mitgeteilt, ein junger Syrer würde mit einem Messer bewaffnet andere Mitbewohner angreifen. (Symbolbild) (Foto: Mathias Adam)

Großeinsatz für die Polizei am Mittwoch im Asylbewerberheim in Mallersdorf (Kreis Straubing-Bogen). Dortige Bewohner hatten mitgeteilt, ein junger Syrer würde mit einem Messer bewaffnet andere Mitbewohner angreifen.

Seitens der Polizei nahm man diese Meldung natürlich entsprechend ernst. Wohl auch angesichts der schrecklichen Bluttat am Pfingstwochenende in einer Asylbewerberunterkunft im oberpfälzischen Arnschwang, bei der ebenfalls ein Bewohner mit einem Messer durchdrehte und letztlich einen fünfjährigen Jungen getötet hatte.

Lesen Sie hierzu: Zwei Tote und eine Schwerverletzte bei Streit in Asylunterkunft in Arnschwang

Mit einem entsprechenden Großaufgebot an Einsatzkräften rückte die Polizei am Mittwoch nach Mallersdorf zur dortigen Asylbewerberunterkunft aus. Bei Eintreffen der Polizei vor Ort wurden zwei syrische Bewohner im Alter von 32 und 48 Jahren mit diversen Schürfwunden festgestellt. Der dafür mutmaßliche Verantwortliche, ein junger Syrer, konnte von der Polizei kurz darauf im dritten Obergeschoss des Gebäudes festgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Jugendliche die Tatwaffe bereits über die offene Dachluke auf das extrem vermüllte Dach entsorgt.

Nach seiner Festnahme behauptete der Jugendliche, er habe lediglich mit einem Stift zugestochen. Seine beiden Opfer hingegen behaupteten felsenfest, es habe sich um ein Messer gehandelt. "Eine nähere Abklärung hierzu ist noch erforderlich", berichtet ein Polizeisprecher.

Der Festgenommene zeigte sich extrem aggressiv und bedrohte seine Kontrahenten weiterhin. Als Grund für die Eskalation nannte der Jugendliche ein zunächst rein handgreifliches Gerangel, in dessen Verlauf er von einem der beiden Männer geschlagen worden sei.

Da entsprechende Hinweise vorlagen, wurde bei dem vermeintlichen Messerangreifer ein Drogenschnelltest durchgeführt, der positiv verlief. Daraus resultierend wurde eine Blutentnahme durchgeführt, um den Drogeneinfluss nachweisen zu können.

Um weitere Auseinandersetzungen vorzubeugen, wurde der junge Mann nach Rücksprache mit dem Ausländeramt des Landkreises Straubing-Bogen in eine andere Unterkunft verlegt.

  1. Autor

    idowa
  2. Datum

    16.06.2017 13:20 Uhr
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