Der Elternbeirat der Grundschule St. Wolfgang reagiert empört auf Gedankenspiele der Politik, das Schulbad aus finanziellen Gründen möglicherweise aufzugeben. Besonders das Urteil von FDP-Stadtrat Norbert Hoffmann, der das Bad als „puren Luxus“ bezeichnete, stößt dem Elternbeiratsvorsitzenden Achim Reinhart sauer auf: „Man muss bedenken, dass immer weniger Kinder in Deutschland sich über Wasser halten können“, sagte er der LZ. „Die Zahl der tödlichen Ertrinkungsunfälle nimmt zu.“ Gerade Flüchtlingskinder seien betroffen.

Das Bad der Wolfgangsschule sei kein Spaßbad. „Die Kinder der Wolfgangsiedlung lernen darin seit Jahrzehnten sehr zuverlässig das Schwimmen – unter anderem meine eigenen drei“, sagte Reinhart. Zudem bringe der SC 53 auch jungen Flüchtlingen dort das Schwimmen bei. „Diese Schwimmhalle ist für unser bestimmt nicht privilegiertes Stadtviertel mit vielen jungen Familien ein Segen“, so der Elternbeiratschef. Denn Alternativen gebe es keine: Stadtbad und Ergomar seien zumindest während der Unterrichtszeiten ausgebucht.

Sollte das Schulbad tatsächlich geschlossen werden, fordert Reinhart vom Stadtrat eine konsequente Umsetzung des Sparwillens auch bei anderen Projekten. „Dann sparen wir uns bitte auch das Stadtmuseum und das sündhaft teure Stadttheater“, sagte er. „Denn wenn von den Kindern Landshuts Opfer verlangt werden, können das besser situierte Bildungsbürger bitte auch .“