Wir hatten mal einen Jugendlichen, der ein Mädchen online wirklich massiv beleidigt hat. Sie hatte ihm bei einer Feier der Landjugend einen Korb gegeben, und er machte seinem Ärger in einem sozialen Netzwerk Luft", sagt Schülerrichter Johannes Alfery. Das Mädchen zeigte den Jungen bei der Polizei an, und der Fall wurde von der Staatsanwaltschaft an das Schülergericht weitergegeben. "Als wir von den Schülerrichtern den jungen Mann mit jeder einzelnen Nachricht konfrontierten und dazu befragten, saß er mit hochrotem Kopf vor uns."

Zu welcher Strafe der Jugendliche damals verurteilt wurde, weiß Alfery nicht mehr. "Ich bin mir aber hundertprozentig sicher, dass er nie wieder so mit einer Frau sprechen wird." Und genau das sei die Intention des Schülergerichts: Jugendliche sollen von Gleichaltrigen mit ihrer Tat konfrontiert werden, dort zu ihrer Tat befragt werden und auf Augenhöhe eine nachvollziehbare Strafe erhalten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 03. Januar 2018.