Wird das seit August aus hygienischen Gründen geschlossene Wolfgangsbad saniert oder endgültig zugesperrt? Darüber wird das Stadtratsplenum am Freitag entscheiden. Die seit Monaten schwelende, emotionsgeladene Debatte erhält nun neuen Zündstoff. Der Grund: Von der Verwaltung wurde den Fraktionschefs zuletzt signalisiert, dass zumindest der Schwimmclub (SC) 53, der das Lehrbecken für seine Anfängerkurse nutzte, nicht auf den Erhalt des Bades besteht.

Doch mit dieser Darstellung ist SC-Präsident Norbert Döring alles andere als einverstanden, wie aus einem Brief an Oberbürgermeister Hans Rampf sowie die Fraktionen hervorgeht. Das Schreiben, das auch der LZ vorliegt, ist im Tenor eindeutig: Der Vereinsvorsitzende spricht sich nachdrücklich für den Erhalt des Wolfgangsbads aus.

„Die Ausbildungsbedingungen haben sich radikal verschlechtert.“ Natürlich habe der SC 53, schreibt Döring, nach der Schließung des Wolfganger Lehrschwimmbeckens Maßnahmen ergriffen. Unter anderem sei die Zusammenarbeit mit der Sport-AG der Wolfgangschule sowie der Kindersportgruppe Kiss der Turngemeinde Landshut eingestellt worden. Die Stärke der einzelnen Trainingsgruppen im Hallenbad sei deutlich erhöht worden, auf zeitweise 35 bis 40 Teilnehmer. Da die Kapazitäten aber nicht endlos ausgeweitet werden könnten, habe man den bereits zuvor bestehenden Aufnahmestopp für Neumitglieder in den SC 53 Landshut nochmals verschärfen müssen. „Seit September mussten hier circa 25 Absagen erteilt werden“, schreibt Döring. Und aufgrund der Enge der zur Verfügung stehenden Flächen litt die Ausbildungsqualität im Stadtbad ganz erheblich.

Selbstverständlich kenne auch der Schwimmclub die Zwänge der finanziellen Lage der Stadt Landshut. „Aber wir halten die Sanierung des Lehrbeckens in der Wolfgangschule weiterhin für dringend notwendig. „Schwimmen können heißt Leben retten. Bitte sorgen Sie dafür, dass dieses auch umgesetzt werden kann“, appelliert Döring an die Stadträte.

Stadtwerke: Schulen nutzen das Angebot nicht

Als inakzeptabel bezeichnet Grünen-Fraktionschefin Sigi Hagl eine kürzlich erfolgte Veröffentlichung der Stadtwerke, wonach das Hallenbad nun Montagvormittag wieder für die Allgemeinheit geöffnet werde. Mit der Begründung, dass die Kapazitäten für das Schulschwimmen nicht gebraucht würden. „Hier wird unlautere Meinungsmache betrieben“, schimpft Hagl. Den Schulen seien diese Schwimmzeiten so spät angeboten worden, dass sie diese nicht mehr in die bereits feststehenden Stundenpläne hätten integrieren können.

Diesen Vorwurf weist Susanne Franck, Pressesprecherin der Stadtwerke, entschieden zurück: „Das Schulamt wurde von uns bereits Anfang Juli darüber informiert, dass wir die Kapazitäten für das Schulschwimmen ausweiten werden.“ Dass dieses Angebot nun nicht genutzt wurde, habe die Stadtwerke selbst sehr überrascht. „Deshalb haben wir diese Zeiten jetzt wieder für die Allgemeinheit geöffnet. Es würde ja schließlich nichts bringen, das Hallenbad nun am Montagmorgen leer zu lassen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Mittwoch, 7. Dezember, in der Landshuter Zeitung oder auf idowa+.