Landshut Mit dem Smartphone Leben retten

Im Ernstfall zählt jede Sekunde: Mit der Smartphone-App "Mobile Retter" könnten qualifizierte Ersthelfer alarmiert werden, um die Zeitspanne bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst zu überbrücken. Foto: dpa

Weil im Notfall jede Minute zählt und keine Zeit zu verlieren ist, kommen im Landkreis Landshut neben den bewährten Rettungsdiensten in Zukunft möglicherweise auch "Mobile Retter" zum Einsatz, die per Handy geortet und schnell zur Einsatzstelle gelotst werden können. Für die Einführung des gleichnamigen Erste-Hilfe-Programms machen sich die Kreisräte von CSU, FDP und Junger Liste (JL) stark, die bereits die Mitglieder des Kreisausschusses überzeugt haben, die dem Smartphone-basierten Alarmierungssystem ebenfalls "grundsätzlich positiv" gegenüber stehen.

Ob die "Mobilen Retter" allerdings tatsächlich zum Einsatz kommen, hängt vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Landshut (ZRF) ab, dessen Stellungnahme für die weiteren Beratungen eine wichtige Rolle spielt. Wenn die Gremien des Rettungszweckverbands und des Landkreises der Alarmierung von qualifizierten Ersthelfern per App zustimmen, wäre die Region Landshut nach dem Großraum Ingolstadt und der Landeshauptstadt München die dritte Region in Bayern, die auf diese zeitgemäße Informations- und Kommunikationstechnik setzt, um Menschenleben zu retten.

An den Kosten jedenfalls dürfte das Projekt nicht scheitern: Die Ausgaben zur Einführung und Installation des Systems belaufen auf rund 2.000 Euro, berichtete JL-Kreisrätin Manuela Graf, auf deren Initiative der gemeinsame Antrag von CSU, FDP und Junger Liste zurückgeht. Die laufenden Kosten sind ihren Angaben zufolge mit zehn Cent pro Einwohner anzusetzen, so dass auf den Landkreis Landshut jährlich ein Betrag von rund 16.000 Euro zukommen würde.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 3. Januar 2018.

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