Landshut Ein Brennpunkt heizt sich wieder auf

Brennpunkt: Der Bereich vor McDonald's in der Altstadt. Foto: sj
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Brennpunkt: Der Bereich vor McDonald's in der Altstadt. (Foto: sj)

In der Unteren Altstadt gibt es Probleme mit Jugendlichen, viele davon sind Flüchtlinge. Für Anwohner ist die Situation sehr anstrengend.

Es waren bedrohliche Szenen, die sich am vergangenen Donnerstag vor der McDonald's-Filiale in der Altstadt abspielten: Nachdem ein 21-jähriger afghanischer Asylbewerber mit jungen Syrern aneinandergeraten war, wurde er aus deren Gruppe plötzlich zu Boden gerissen, verprügelt und mit Fußtritten traktiert. Schockierte Passanten riefen die Polizei. Nachdem ein Zeuge die Täter angebrüllt hatte, ließen sie von ihrem Opfer ab und flüchteten. Erste Tatverdächtige fasste die Polizei kurz darauf, die Ermittlungen der Kripo dauern an. Besonders bemerkenswert an diesem Fall ist dabei die Tatsache, dass er ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation in diesem Bereich der Unteren Altstadt wirft. Was vor wenigen Jahren bereits einmal ein sozialer Brennpunkt mitten im Zentrum war, beginnt wieder einer zu werden.

Seit Jahrzehnten ist McDonald's ein Treffpunkt für Jugendliche. Das heißt auch mal: laute Musik, Gegröle und hysterisch ausgetragene Beziehungsstreitereien. Zum ernsthaften Problem wird die Situation immer dann, wenn zuviel Testosteron im Spiel ist. Zuletzt war das vor vier Jahren der Fall, als jugendliche Intensivtäter aus dem Industriegebiet die Gegend zwischen Unterer Altstadt und Mühleninsel unsicher machten. Polizei, Stadt und Justiz brachten die Lage mit einer eigens gegründeten Ermittlungsgruppe, städtischen Betretungsverboten und harten Urteilen unter Kontrolle. Seit etwa einem Jahr verschärft sich die Situation um den einstigen Brennpunkt jedoch wieder. Die Ursache diesmal: Junge Flüchtlinge, vorwiegend aus Syrien und Afghanistan, die mittlerweile ab nachmittags den öffentlichen Raum rund um McDonald's beherrschen. Und dabei kommt es - wie so oft, wenn zu viele junge Männer grüppchenweise die Zeit totschlagen - immer wieder zu Problemen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 21. März 2017.

  1. Autor

    Uli Karg, Thomas Simon
  2. Datum

    20.03.2017 19:04 Uhr
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Verbreitungsgebiet Verbreitungsgebiet Cham Deggendorf Regen Dingolfing Straubing-Bogen Regensburg Landshut Kelheim

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Kommentare

Ich kann „mehr sog i ned“ und „Wrestler“ nur zustimmen. Wer - wie ich - schon mal vom Mc Donalds aus, verfolgt von einer Gruppe sozial Gestörter, quer durch die halbe Altstadt rennen musste, würde nicht mehr von „jugendlicher Balgerei“ sprechen.
Letztendlich bin ich froh, dass Dummheit nicht läuft, sonst hätten die mich vielleicht eingeholt…
Es wäre mir eine Genugtuung, wenn diese Kriminellen auch mal erwischt werden und mit echten Konsequenzen rechnen müssten, damit das aufhört und alle wieder ohne schlechtes Gefühl durch die Stadt gehen können.

Wie ich in diesem Alter gewesen bin, habe ich nebenher als Tragalbub in einem Getränkemarkt gearbeitet, somit ist der Führerschein selber bezahlt gewesen, das mich stolz gemacht hat. Ich habe aus eigener Kraft etwas für meine Zukunft geschafft, ohne fremde Hilfe. Da ich mir nicht sicher gewesen bin, was ich machen will (Beruflich), habe ich in den Ferien bei Firmen/Betrieben direkt persönlich angefragt ob ich helfen kann und somit herausgefunden ob das mein Ding ist das mich interessiert. Ein Nebeneffekt, ich konnte Erfahrungen sammeln, wie der Hase läuft und habe auch Geld dafür bekommen. Für solche Aktionen fehlt einfach der Arsch in der Hose, aus eigener Initiative zu einem Boss zu gehen und nachfragen ob man da einfach mahl mitmachen darf. Wen man somit schon einen Fuß in der Tür hat, kann man anfragen um eine Ausbildung, wen das gepasst hat (mir hat es geholfen). Ich bin überhaupt nicht auf so einen Gedanken gekommen, mich auf solchen Brennpunkten herum zu treiben, oder mich mit kriminellen ein zu lassen. Es fehlt an Interesse und die Einsicht das nicht irgend ein Kumpel für diese Lage verantwortlich ist, sondern der jene selber der den aller wertesten hoch bekommen muss.

huh es ist eigentlich egal wer sich dort aufhält..... es wird so mancher unbeteiligter Passant angepöbelt, Schläge angeboten oder dem angegangen. Das ist allgemein schon ein längeres Ärgernis, das man abends diese Zone Altstadt alleine oder als Frau meiden muss. In der Altstadt ist man eh nicht mehr vor Angriffen/Übergriffen sicher. Die Bürgerwacht ändert daran auch nix, diese freiwilligen Leute müssen eher selbst aufpassen, dass ihnen nichts passiert. Die falsche Zeit, falscher Ort, unbeteiligte Personen die einfach ohne Grund stören, weil man in der Gruppe zeigen muss was man für ein toller krimineller Straßenjunge ist, wie in Amerika. Wen das unsere Zukunft ist, dann herzlichen Glühstrupf!!! Die Polizei ist nur im akuten Fällen präsent. Das ist halt auch eine Erziehungssache der Eltern. Wer um diese Zeiten dort herum lungert, hat bestimmt gute Schulnoten oder kümmert sich um eine Ausbildung, um sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Die Karriere ist somit ein Schritt weiter. Ich bin der Meinung, dass es Einrichtungen geben sollte, wo Kids gezeigt wird das es ohne Aggressionen, Gewalt, Kriminalität und Drogen auch geht. Ein Boodcamp wäre auch nicht schlecht, zum auspowern bei Öfteren Auffallen, wo man Respekt, Manieren und einen normalen Umgang miteinander lernt. Wen das denen Eltern schon egal ist, weil diese sich machtlos fühlen, als Eltern hat man nun die Aufgabe die Kinder auf das Leben fit zu machen, dann muss man sich eben Profis zu Rate ziehen, und nicht resignieren.

Wenn ich früher was angestellt habe, ging´s mir mit dem Kochlöffel an´s Leder, so daß ich ein paar Tage nur mehr mit zusammengebissenen Zähnen sitzen konnte. Und - hat´s mir geschadet?? Nein, es hat einen Menschen aus mir geformt. Der Kochlöffel fehlt den heutigen Jugendlichen. Kriegt einer eine Watsch´n, schreien gleich alle rinsum auf, weil man sein Kind misshandelt. Naja, solche "Dirrgl´n" (verzogene Bälger) kommen dann halt raus, wenn man sie den ganzen Tag nur streicheln darf.

@ Manne Politie: Ich muss mir hier echt die Frage stellen, wo Sie aufgewachsen sind, wenn Sie das Geschehene als jugendliche Balgerei sehen. Auf einen am Boden Liegenden mit Füßen eintreten...da kann man sehr wohl an gefährliche Körperverletzung denken! Sowas geht überhaupt nicht- gleich wer an so etwas beteiligt ist!

Oder haben Sie das nur geschrieben, weil hier jugendliche Flüchtlinge beteiligt waren und hätten Sie mir zugestimmt, wenn es nur Einheimische gewesen wären???

"Die Zeit totschlagen" ist das Symptom. Die Ursache dafür dürfte sein, dass die wenigsten dieser Flüchtlinge die Eigenschaften mitbringen, die eine schnelle Integration in unsere Gesellschaft möglich machen. Aber braucht es nur Zeit, oder führt der Weg in eine Parallelgesellschaft mit schlimmen sozialen und finanziellen Problemen ? Fachkundige wie Paul Collier oder Gunnar Heinsohn sehen die Folgen eher kritisch - als nachdenklicher Leser fragt man sich schon, ob für den eigenen Nachwuchs Auswanderung nicht die bessere Alternative wird.

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