Im Landshuter Rathaus beginnt in wenigen Minuten des Haushaltsplenum. Dabei wird abschließend über den Etatentwurf für 2017 mit einem Gesamtvolumen von rund 292 Millionen Euro entschieden. Die Sitzung wird mit Spannung erwartet, da es sich um den ersten Haushalt des seit Jahresbeginn amtierenden Oberbürgermeisters Alexander Putz (FDP) handelt. Einer der umstrittensten Einzelpunkte der heutigen Sitzung dürfte die Sanierung des derzeit aus hygienischen Gründen gesperrten Lehrbeckens der Grundschule St. Wolfgang sein.

Erst im Dezember hatte sich der Stadtrat mit absoluter Mehrheit gegen eine endgültige Schließung des Bads ausgesprochen. Der Haushaltsausschuss strich am 7. Februar aber die für die Instandsetzung vorgesehenen Mittel - und zwar mit relativ klarer Mehrheit. Dagegen regt sich in der Schulfamilie erheblicher Widerstand, den die Stadträte auf dem Weg in den Plenarsaal auch deutlich zu hören bekommen werden. Vor dem Rathaus stehen nämlich bereits Dutzende Schulkinder Spalier und fordern lautstark: "Wir wollen unser Schwimmbad!" Ob sich die Kommunalpolitiker davon beeindrucken lassen und die gut zwei Millionen Euro teure Sanierung doch anpacken? Das lässt sich kaum vorhersagen. Allgemein wird zumindest in dieser Frage mit einem sehr knappen Abstimungsergebnis gerechnet, das zudem erst am späten Nachmittag vorliegen dürfte.