Landkreis Straubing-Bogen 300 Mal Weihnachten gefeiert

Schon fast 300 Mal Weihnachten gefeiert hat wahrscheinlich das Weihnachts-Engerl der Familie Lindmeier aus Straubing. Figuren wie diese werden traditionell an der Spitze des Christbaums befestigt und waren in der Zeit der Wende zum 18. Jahrhundert besonders beliebt. Foto: Stefan Karl

Was zur Weihnachtszeit aus den Schubladen hervorgeholt und aufgestellt wird, ist nicht nur hübsch, sondern gehört für viele Familien zu Weihnachten wie der Baum oder die Christmette – zum Beispiel ein besonderer Engel oder echte Handwerkskunst aus dem Erzgebirge.

So mancher Weihnachtsschmuck würde das Herz eines Kunsthistorikers höher schlagen lassen. Kripperl-Figuren, Christbaum-Engerl und mancher weihnachtlicher Fenster-Schmuck wird von Generation zu Generation weitergegeben. Zwei solcher Schätze von Familien aus der Region stellen wir Ihnen hier vor.

Schon fast 300 Mal Weihnachten gefeiert hat das Weihnachts-Engerl der Familie Lindmeier aus Straubing. Dieses handgeschnitzte und handbemalte Kunstwerk dürfte ein unbekannter Schnitzer Ende des 18. Jahrhunderts gefertigt haben. Figuren wie diese werden traditionell an der Spitze des Christbaums befestigt und waren zur damaligen Zeit besonders beliebt.

Wann und wie dieses Engerl in Familienbesitz kam, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Auch wenn der Zahn der Zeit mittlerweile an dem kleinen Engel genagt hat: die Kunstfertigkeit und Detailverliebtheit, mit der die etwa 15 Zentimeter große Puppe hergestellt ist, fasziniert damals wie heute. "Schau mal, der Engel hat sogar Zähne", soll unlängst der Schwiegersohn gesagt haben, nachdem er die Figur für Minuten in den Händen hin- und hergedreht und von allen Seiten betrachtet hat.

Was die historische Figur wert ist, haben die Lindmeiers nie schätzen lassen - wichtig ist ihnen der ideelle Wert. "Erst wenn das Engerl seinen Platz oben an der Christbaumspitze eingenommen hat, ist für uns Weihnachten", sagt Enkelin Karin im Gespräch mit idowa.

300 Mal Weihnachten gefeiert 300 Mal Weihnachten gefeiert

Was zur Weihnachtszeit aus den Schubladen hervorgeholt und aufgestellt wird, ist nicht nur hübsch, sondern gehört für viele Familien zu Weihnachten wie der Baum oder die Christmette – zum Beispiel ein besonderer Engel oder echte Handwerkskunst aus dem Erzgebirge.

So mancher Weihnachtsschmuck würde das Herz eines Kunsthistorikers höher schlagen lassen. Kripperl-Figuren, Christbaum-Engerl und mancher weihnachtlicher Fenster-Schmuck wird von Generation zu Generation weitergegeben. Zwei solcher Schätze von Familien aus der Region stellen wir Ihnen hier vor.

Schon fast 300 Mal Weihnachten gefeiert hat das Weihnachts-Engerl der Familie Lindmeier aus Straubing. Dieses handgeschnitzte und handbemalte Kunstwerk dürfte ein unbekannter Schnitzer Ende des 18. Jahrhunderts gefertigt haben. Figuren wie diese werden traditionell an der Spitze des Christbaums befestigt und waren zur damaligen Zeit besonders beliebt.

Wann und wie dieses Engerl in Familienbesitz kam, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Auch wenn der Zahn der Zeit mittlerweile an dem kleinen Engel genagt hat: die Kunstfertigkeit und Detailverliebtheit, mit der die etwa 15 Zentimeter große Puppe hergestellt ist, fasziniert damals wie heute. "Schau mal, der Engel hat sogar Zähne", soll unlängst der Schwiegersohn gesagt haben, nachdem er die Figur für Minuten in den Händen hin- und hergedreht und von allen Seiten betrachtet hat.

Was die historische Figur wert ist, haben die Lindmeiers nie schätzen lassen - wichtig ist ihnen der ideelle Wert. "Erst wenn das Engerl seinen Platz oben an der Christbaumspitze eingenommen hat, ist für uns Weihnachten", sagt Enkelin Karin im Gespräch mit idowa.

300 Mal Weihnachten gefeiert Es erwacht zum Leben

Etwas jüngeren Datums ist ein anderes Stück Nostalgie aus dem Erzgebirge. Diese Weihnachtspyramide ist im Besitz der Familie Karl aus Bogen und dürfte wohl in den frühen 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hergestellt worden sein - seinerzeit ein Exportartikel der DDR.

Darüber, ob dieses kleine Sammlerstück behagliche und andächtige Stimmung verbreitet, lässt sich streiten. Auf jeden Fall dürften Naturwissenschaftler daran ihre Freude haben. Die Konstruktion nutzt die aufsteigende Wärme der Kerzen, um die oben angebrachten Rotorblätter in Bewegung zu versetzen und die Engel Karussell fahren zu lassen.

Dass dieses Stück Ostalgie nun wieder zum Leben erwacht ist, verdankt die Familie übrigens dem Vater der Schwiegertochter. Jahrelang war es mit einem gebrochenen Rotorblatt in der Vitrine verstaubt, bis er sich der skurrilen Tisch-Deko annahm - als gebürtiger Sachse aus der Nähe von Zwickau ist er mit dem Kunsthandwerk des Erzgebirges bestens vertraut.

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