Landkreis Regensburg Landschaftspflegeverband wirbt für das Projekt "PiK"

Das Bienensterben wird zu einem Gutteil auf den Einsatz sogenannter Neonicotinoide als Spritzmittel zurückgeführt. Foto: Roland Weihrauch

Zermatschte Fliegen, Käfer und Schmetterlinge auf der Windschutzscheibe haben die Autofahrer hierzulande jahrzehntelang genötigt, etwa bei Tankstellenbesuchen mittels Schwamm und Bürste in mühevoller Kleinarbeit wieder halbwegs Durchblick zu erlangen.

Tempi passati! Seit einigen Jahren finden sich kaum noch Insektenleichen, die den Blick auf verstopfte Autobahnfahrstreifen beeinträchtigen würden. Zwar gibt es die Theorie, aerodynamische Verbesserungen im Karosseriebau hätten Anteil an dieser Entwicklung. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass ein Insektensterben großen Ausmaßes eingesetzt hat, das nicht unwesentlich durch die intensive Landwirtschaft verursacht wurde. Seit 2014 versucht nun der Freistaat, in Zusammenarbeit mit Landschaftspflegeverbänden und Landwirten diesem Artensterben etwas entgegenzusetzen. PiK heißt das Programm, produktionsintegrierte Kompensation, das Abhilfe schaffen und den Insekten zu neuem Lebensraum verhelfen soll.

Der massive Rückgang von Lebewesen in der freien Natur, insbesondere von Insekten und, in der Folge, auch von Vogelarten, sei derzeit "der Renner" bei der Aufgabenbeschreibung der Landschaftspflegeverbände (LPV), so der Geschäftsführer des Regensburger LPV, Josef Sedlmeier. In der Öffentlichkeit bekannt sei vor allem der dramatische Rückgang der Bienenvölker, der zu einem Großteil auf den Einsatz von verhaltensverändernden Pestiziden wie etwa den Neonicotinoiden zurückzuführen sei - oder auf den übermäßigen Gebrauch des Spritzmittels Glyphosat. Bei einer Informationsveranstaltung des Instituts für Bienenkunde vor Kurzem in Veitshöchheim hätten Wissenschaftler anhand von empirisch erhobenem Zahlenmaterial nachgewiesen, dass insbesondere auf dem flachen Land ein "starker Rückgang" bei den Bienen zu beobachten sei, während deren Populationen in den Städten sogar zunähmen, berichtet Sedlmeier.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 08. Februar 2018.

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