Landkreis Cham Die Rhanerbräu-Bierkönigin wurde gekrönt

 Foto: Jakob Dreher

Die Traditionsbrauerei Rhaner und idowa.de haben eine eine neue Bierkönigin und zwei Bierprinzessinen gesucht, die die Brauerei in der Öffentlichkeit vertreten. Am Samstag wurden die Bierhoheiten gekrönt.

Bilder vom Bockbierfest gibt es hier:

Und mehr Bilder von der Krönung: 

Als sie feststellte, dass sie die Einzige war, die noch kein Krönchen erhalten hatte, faltete sie die Hände vor dem Gesicht und atmete ihre Anspannung in ihre Hände. Seit dem 20. Bockbierfest der FFW Döfering beim Rhanerbräu ist es amtlich: Die neue Rhanerbräu-Bierkönigin ist Kristina Gsellhofer (23) aus Rimbach. Auf der Bühne vor etwa 600 Gästen legte ihr die bisherige Bierkönigin Angelina Hofmann die Schärpe um und setzte ihr das Krönchen auf den Kopf. Gsellhofer strahlte mit ihren Prinzessinnen Melissa Faltermeier (23) aus Straßkirchen und Lena Kieslinger (bald 18) um die Wette. Die Anspannung des Tages war von den drei jungen Frauen abgefallen – jetzt war es Zeit, zu feiern.

Mit einer sagenhaften Beteiligung an der Online- und Telefonabstimmung bei der Chamer Zeitung und bei idowa.de hatten selbst Brauereigschäftsführer Dr. Alois Plößl und seine Frau Stefanie nicht gerechnet. „Das ist schon ein großartiges Ergebnis, insgesamt wurden 10.083 Stimmen abgegeben. Gsellhofer war mit insgesamt 5 508 Stimmen klare Favoritin, gefolgt von Melissa Faltermeier (4 236) und Lena Kieslinger (224). Bis zur offiziellen Proklamation am Abend wussten die Drei nicht, wer wohl Bierkönigin werden würde.

Im Vorfeld wurde eine gewisse Grundanspannung schon in der WhatsApp-Gruppe deutlich: „Wann sollen wir am Samstag kommen und welches Dirndl dürfen wir anziehen?“ fragte etwa Gsellhofer. Ein Foto von gestrickten Socken in Bierkrugoptik sorgte für Erheiterung und der Hinweis von Stefanie Plößl: „Aber zieht’s Euch warm an am Samstag... Auf jeden Fall mit Weste und durchsichtiger Strumpfhose. In der Halle ist’s zwar warm, aber wir gehen kurz ins Büro, und draußen ist’s bitterkalt.“ Vor dem Fest stand noch ein Termin beim Friseur Reitmeier in Gleißenberg, einem der Sponsoren, an: „Werden wir da auch geschminkt?“ „Sollen wir gleich das Dirndl anziehen oder dann erst nach dem Styling?“ Haare sollten nicht frisch gewaschen sein, also am Vorabend waschen. Nach dem Friseur noch mal heim oder doch nicht?

Am Samstagnachmittag fanden sich schließlich alle Drei erstmals gemeinsam im Friseursalon ein. Dieses Treffen ist um diese Zeit im Jahr bereits zu einer Tradition geworden. Mit dem fachkundigen Personal wurde für jede Kandidatin ein individueller Look erarbeitet. Dabei entschied man sich überwiegend für Langhaarmodelle. Mit viel Kreativität machten sich Julia Reitmeier und Michelle Gleißner ans Werk. Abends beim Nachstyling im Rhanerbräu-Büro erzählte Nesthäkchen Lena Kieslinger begeistert: „Wenn i heirat’, komm i wieder zum Reitmeier!“ Wahrhafte Kunstwerke hatten die Kandidatinnen auf ihren Köpfen. Nachdem alle Drei nochmal schnell auf die Toilette entschwanden und direkt mit Blick auf die Schärpen und Krönchen letzte Instruktionen von Plößls erhalten hatten, ging es zum großen Finale in die Festhalle zurück.

Angie Hofmann zapfte das erste Fassl Bockbier an und Dr. Alois Plößl lobte die FFW Döfering als „Bockbierfest-Pionier im Landkreis Cham“. Die langjährigen bisherigen Bierhoheiten wurden mit einem Blumenstrauß, dankenden Worten und einem Masskrug emeritiert und jede Anwärterin auf den Titel Rhanerbräu-Bierkönigin stellte sich kurz dem Publikum vor. Als Erste erhielt Lena Kieslinger von Yvonne Stenzel Schärpe und Krone und als Melissa Faltermeier von ihrer Schwester und bisherigen Bierprinzessin Corinna Faltermeier ebenfalls Schärpe und Krönchen nebst einer herzlichen Umarmung erhalten hatte, war die Freude bei Kristina Gsellhofer groß. Ihr knapp zweijähriger Sohn war indes bei der Oma in besten Händen. Er dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er seine Mama am Sonntagmorgen mit einer Krone auf dem Kopf erblickt hat. Gsellhofer war sicher, dass er begeistert sein würde, weil sie so schön glitzert.

Ob er auch einmal so eine Krone erhält, wer weiß? Vielleicht gibt es in 16 Jahren, wenn er alt genug ist, ja schon einen Rhanerbräu-Bierkönig? Es bleibt spannend in Rhan. Für die neuen Bierhoheiten jedenfalls beginnt jetzt eine spannende Zeit. Wir wünschen ihnen allen viel Spaß und tolle Begegnungen.

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