Das Streben nach Perfektion ist nichts Schlechtes. "Perfektionismus ist nur gefährlich, wenn wir unsere Selbstachtung und unser Selbstwertgefühl vom Erfolg abhängig machen", erklärte Gestaltpädagogin Elfriede Eichinger beim Landfrauentag. Dieser fand im Gasthof Eigenstetter statt.

Eichinger begann ihren Vortrag unter dem Motto "Perfekt, aber k.o.!" mit einem Test, der den Frauen Aufschluss darüber geben sollte, ob sie - wie die Referentin - perfektionistisch veranlagt sind. Unter anderem ging es darum, ob man "nur" durchschnittliche Leistung als Versagen empfinde und sich schnell angegriffen fühlt, wenn man kritisiert wird. Eichinger charakterisierte Perfektionisten als willensstarke Menschen mit einer harten Schale und einem weichen Kern. Sie täten sich mit Entscheidungen schwer, aus Angst, nicht die richtige Wahl zu treffen. Sie würden nur in Schwarz-Weiß-Mustern denken und sich dadurch selbst unter Druck setzen. Somit schwanke ihr Lebensgefühl zwischen "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt". Die Ursache für Perfektionismus sei meist die Angst vor der eigenen Wertlosigkeit, erklärte Eichinger. Als Weg aus der "Perfektionismus-Falle" riet sie, Selbstwertgefühl und Selbstachtung von Erfolg und Leistung abzukoppeln. Man müsse sich auch lieben, wenn man Fehler mache, so die Referentin. Nicht umsonst heiße es: "Aus Fehlern lernt man". Sie ging außerdem auf das Pareto-Prinzip ein. 80 Prozent der Ergebnisse werden demnach in 20 Prozent der Zeit erreicht. Die verbleibenden 20 Prozent der Ergebnisse benötigen 80 Prozent der Zeit und verursachen die meiste Arbeit. Niemand schaffe es, immer 100 Prozent zu geben. Man gehe optimistischer an die Arbeit heran, wenn man sich denke: "80 Prozent reichen auch".

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. Februar 2018.