Landesliga Mitte Torfestival beim ASV Cham - Bogen verliert in Burglengenfeld

Der TSV Bogen hat seine Partie beim ASV Burglengenfeld mit 1:2 verloren. Foto: Fabian Roßmann

Während der ASV Cham und der 1. FC Bad Kötzting ihre Spiele in der Landesliga am Wochenende gewannen, mussten der TSV Bogen und der SV Neukirchen Niederlagen einstecken.

Die zweite Niederlage in Folge musste der SV Neukirchen b. Hl. Blut hinnehmen. Die Koller-Elf unterlag im Heimspiel dem SC Ettmannsdorf mit 0:1 (0:1). Dabei hatten die "Rosenkranzler" richtig gut angefangen und hatten schon in der Anfangsphase einige hochkarätige Chancen. "Da hätten wir in Führung gehen müssen", befand Franz Koller. Doch den ersten und einzigen Treffer der Partie erzielte Jeremy Schmidt nach 20 Minuten für die Gäste nach einem schlecht verteidigten langen Ball und einem individuellen Fehler. Neukirchen berappelte sich und hatte Chancen zum Ausgleich. "Es war unglücklich, dass wir zur Halbzeit in Rückstand lagen", sagte Koller.

Was dann folgte, konnte dem SVN-Coach nicht gefallen. "Wir haben uns in der Pause viel vorgenommen, wollten Ettmannsdorf unter Druck setzen. Aber das ist uns überhaupt nicht gelungen." Im Gegenteil: die Gäste hatten durch Konter sogar Chancen zu weiteren Treffern. "Aufgrund der zweiten Halbzeit geht die Niederlage auch in Ordnung. Die erste Halbzeit war ordentlich, aber in der zweiten hat meine Mannschaft einfach zu wenig gezeigt."

Neukirchen hat es damit schon zum zweiten Mal in Folge gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenregion verpasst, einen wichtigen Sieg einzufahren, mit dem man den Klassenerhalt vielleicht sogar hätte fix machen können. "Das ist natürlich ärgerlich. Vor allem, wenn man von draußen das Gefühl hat, dass die Mannschaft nicht alles herausholt, was sie im Tank hat", sagte Koller ganz offen. Die Niederlage gegen Bad Abbach ärgerte ihn sehr, weil seine Mannschaft nicht dagegengehalten habe und auch gegen Ettmannsdorf hätten gerade in Durchgang zwei ein paar Prozentpunkte gefehlt. "Ich hoffe, dass die Spieler erkennen, dass wir wieder mehr tun müssen", so Koller.

Bogen lädt Epifani zum Toreschießen ein

Ebenfalls eine Ergebnisdurststrecke hat der TSV Bogen, der am Sonntag beim 1:2 beim ASV Burglengenfeld die dritte Niederlage in Folge kassierte - und das auch verdient. Gerade in der ersten Halbzeit kam von der Rautenelf sehr wenig. Außer einem Freistoß kurz vor der Pause war offensiv kaum etwas zu sehen. Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber durch ihren Top-Stürmer Benjamin Epifani gleich drei dicke Chancen. Erst scheiterte er noch knapp mit einem Distanzschuss (28.), dann holte TSV-Keeper Max Putz einen Freistoß aus dem Kreuzeck (36.). Doch der dritte Versuch saß. Ein hoher Ball in den freien Raum hinter der Abwehr, Epifani startet durch, tanzt den als Innenverteidiger aufgebotenen Timo Sokol aus und netzt zur Führung ein.

Nach dem Seitenwechsel machte Bogen mehr Druck, wurde aber kaum zwingend. Einen Freistoß-Aufsetzer von Balthasar Sabadus parierte Marco Epifani. In der 64. Minute luden die Bogener Benjamin Epifani wieder zum Toreschießen ein. Ein katastrophaler Fehlpass ermöglichte es dem Angreifer, alleine auf Putz zuzulaufen und diese Möglichkeit ließ er sich natürlich nicht nehmen - 2:0. Bogen kam nur noch zum Anschlusstreffer, als Ismail Morina nach einem Freistoß von Timo Sokol einköpfte (76.).

"Die Leistung hat gestimmt, aber das Ergebnis ist natürlich alles andere als zufriedenstellend", schätzte Bogens Spielertrainer Michael Steiger ein. "Wir haben den Gegner 90 bis 95 Prozent der Partie beherrscht. Aber durch individuelle Fehler machen wir uns das aktuell selber kaputt." Seine Mannschaft mache seit drei Spielen die gleichen individuellen Fehler. "Wir sprechen die natürlich an. Dann muss man daraus lernen - aber das machen wir eben vereinzelt nicht", so Steiger. An der Situation hätte sich durch die Niederlage für sein Team aber nichts verändert: "Wir brauchen immer noch Punkte, das wissen wir. Jetzt haben wir eben ein Spiel weniger Zeit dafür."

FCK überrascht in Hauzenberg

Am Mittwoch kommt es nun zu einem sehr interessanten Aufeinandertreffen. Der 1. FC Bad Kötzting empfängt den TSV Bogen. Beide Teams sind punktgleich, weil der FCK überraschend beim Spitzenteam FC Sturm Hauzenberg gewonnen hat. Durch einen späten Treffer von Johannes Aschenbrenner (81.) siegten die Badstädter und haben damit den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf vier Zähler ausgebaut. "Das ist für uns sehr wichtig", sagte Trainer Ben Penzkofer nach der Partie. Der Dreier sei nicht eingeplant gewesen: "Aber wir wissen, dass wir in dieser Liga gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren können."

In Hauzenberg kam Bad Kötzting zunächst etwas schwer ins Spiel. "Wir haben in der Anfangsphase ohne Selbstvertrauen gespielt", berichtete Penzkofer. Durch zwei, drei "brutale Fehler" hätte es bereits 0:1 stehen können, aber man habe diese Phase zum Glück überstanden. "Was wir danach gespielt haben, war richtig gut. Wir waren in allen Belangen besser, waren kämpferisch und spielerisch gut dabei", so Penzkofer. Ab der 62. Minute war der FCK in Überzahl, nachdem Hauzenbergs Patrick Rott nach einem groben Foulspiel die Rote Karte gesehen hatte. Somit fiel dann auch noch der Treffer. Konter, Flanke von rechts und Aschenbrenner trifft am langen Pfosten.

Die Form stimmt beim 1. FC Bad Kötzting. Vier der vergangenen sechs Spiele konnten gewonnen werden, wodurch man sich zumindest etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hat. "Die Entwicklung zuletzt war sicher gut", sagte Penzkofer. Die Defensive wurde stabilisiert - der FCK kassierte im Jahr 2018 noch nie mehr als einen Gegentreffer. Aber auch das Offensivspiel wurde besser. Durch die guten Leistungen zuletzt konnte die Kötztinger Mannschaft auch Selbstvertrauen tanken und geht somit gestärkt in die Schlussphase der Saison.

Schützenfest in Cham

Ein verrücktes Spiel gab es am Samstag zwischen dem ASV Cham und der Fortuna aus Regensburg. Mit 5:3 setzten sich die Chamer letztlich durch. Einen frühen Rückstand durch Dejan Szubotity drehte der ASV in eine 3:1-Führung. Johannes Bierlmeier per Doppelpack (16./27.) und Michal Hvezda (53.) trafen für Cham. Doch Fortuna gab nicht auf. Daniel Oppelt verkürzte nur eine Minute später und Dominick Wynn glich nach 67 Minuten aus. Erneut Bielmeier (74.) und Jonas Berzl (84.) sorgten aber doch noch für den Chamer Sieg.

Chams Trainer Andreas Lengsfeld hatte ein solches Spiel erwartet. "In den ersten 20 Minuten war Fortuna besser und führte verdient. Danach haben wir genauso gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Unsere Führung zur Pause war nicht nur verdient, der Deckel hätte eigentlich schon drauf sein müssen", sagte der ASV-Coach. Im zweiten Durchgang habe man Regensburg unnötiger Weise zurückkommen lassen. "Aber auch nach dem Ausgleich war für uns klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen", so Lengsfeld. Das 5:3 am Ende gehe mehr als in Ordnung.

"Für die Zuschauer war das ein super Spiel, für den Trainer ist es ein bisschen schwieriger", sagte Lengsfeld zum Wechselbad der Gefühle. Lengsfeld ist ein sehr aktiver Coach an der Seitenlinie. "Wenn es dann positiv endet, dann ist es umso schöner", meinte er. Durch den Sieg ist Cham auf einen Punkt an Waldkirchen rangerückt und hat seine Ambitionen im Aufstiegskampf unterstrichen. "Das hätte zu Beginn der Rückrunde kaum einer gedacht. Jetzt müssen wir einfach unsere Aufgaben erledigen, damit wir in Reichweite bleiben. Die Situation ist eine Bestätigung für das, was wir tun", so Lengsfeld.

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