Es herrscht eine angespannte Stimmung am Dienstagabend beim Pleintinger Wirt. In der Mitte des großen Saals steht ein massiver Holztisch mit sechs noch unbesetzten Stühlen. Um ihn herum sitzen Gäste und Zuschauer, die gespannt auf den Höhepunkt des Abends warten - wenig später wird der Tisch im Mittelpunkt des Interesses stehen, wenn ein alter Brauch zu neuem Leben erweckt wird: Die "schiache Luz" wird der gemütlichen Runde einen Besuch abstatten.

Sie ist eine furchteinflößende Gestalt, die in dieser Form nur im niederbayerischen Raum zu finden ist. Stets in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember treibt die Luz ihr Unwesen, schleicht in schwarzem Gewand an Fenstern vorbei - als Werkzeug immer Wetzstein und Sichel im Gepäck, mit der sie vor dem Fenster fuchtelt und immer wieder mit dem Stein die Sichel wetzt. Dazu trägt sie auf ihrem Rücken die Spitzkirm, in der große Ziegelsteine scheppern und aneinanderschlagen, wenn sie sich schüttelt und den Buckel aufwirft.

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