Kommentar Proteste in Hongkong: Ein aussichtsloser Kampf

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat sich bei ihrem Vorgehen gegen die Demonstranten verschätzt. Foto: AP/dpa

Es ist vordergründig ein Erfolg der Protestbewegung in Hongkong: Regierungschefin Carrie Lam hat das umstrittene Auslieferungsgesetz als "gestorben" bezeichnet. Natürlich mit dem Segen Chinas, denn Lam ist eine Marionette der dortigen Staats- und Parteiführung. Haben die wütenden Menschen in der Sonderverwaltungszone also den Drachen vorerst bezwungen? Sie sollten sich nicht dieser Illusion hingeben.

Die bittere Wahrheit ist: Sie, denen es längst nicht mehr um ein einzelnes Gesetz, sondern um Demokratie, Wahl-, Meinungs- und Pressefreiheit geht, führen einen aussichtslosen Kampf, den sie nicht gewinnen können.

Das Regime in Peking fürchtet alles, wofür sich die Demonstranten auf den Straßen von Hongkong einsetzen. Es wird ihnen niemals geben, wonach sie sich sehnen. Weil das seine Existenz bedrohen würde. Denn Staatschef Xi Jinping und die Partei wollen dem Volk und der Welt weismachen, dass Demokratie ein rein westliches Ideal sei, das mit China nicht kompatibel ist. Und dass der chinesische Weg der bessere, der richtige ist für das Reich der Mitte. Die Proteste führen der Welt vor, dass das nicht mehr als ein Märchen ist. Und die Führung in Peking hat eine höllische Angst davor, dass sich das bis nach Festland-China herumspricht.

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