Kommentar Noch ein weiter Weg

Ludwig Hartmann und Katharina Schulze sind das Spitzenduo der Grünen für die Landtagswahl. Foto: dpa

Neben der wieder hoffnungsfrohen FDP sind wohl die Grünen die Partei in Bayern, die mit der besten Stimmung in den Wahlkampf zur Landtagswahl am 14. Oktober gehen.

Sie haben nach der letzten Umfrage, die sie bei 14 Prozent sieht, auch einigen Grund dazu. Noch dazu ist es für Landtagswahlkämpfe in der Regel günstig, wenn man im Bund nicht mit in der Verantwortung ist und keine unbequemen Kompromisse mittragen muss.

Dennoch ist es schwer zu glauben, dass sich das junge Strahlemann/frau-Duo Katharina Schulze und Ludwig Hartmann in weniger als einem Jahr an einem Kabinettstisch mit einem Ministerpräsidenten Markus Söder wiederfinden werden. Aber genau das ist der Plan. Zum wiederholten Male haben die bayerischen Grünen deutlich gemacht, dass sie nun endlich "gestalten", also mitregieren, wollen. Das geht nach Lage der Dinge nur mit der CSU. Schwarz-Grün will, glaubt man Umfragen, angeblich auch ein erheblicher Teil der Bürger. So müssen die bayerischen Grünen noch etwas bürgerlicher werden als sie es sowieso schon sind. So bürgerlich, dass es kracht, sozusagen. Schulze hat damit keine Probleme: "Ich gehe auf Nazi-Raus-Demonstrationen und zu Gesprächen mit dem USK. Ich habe keine Berührungsängste." Wobei "USK" für polizeiliche Unterstützungskommandos steht. Und war es Zufall oder nicht, dass Schulze und Hartmann bei einer Ausrufung als Spitzenduo gestern in München das Thema Migration und Flüchtlinge nicht ansprachen?

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 07. Februar 2018.

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