Bald ein Jahr ist es her, dass Sigmar Gabriel in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom Amt des SPD-Chefs zurücktrat und Martin Schulz an die Spitze der Partei schob.

Doch dem früheren Präsidenten des Europaparlaments ist es noch immer nicht gelungen, einen in sich konsistenten Kurs zu finden und diesen auch gegenüber der eigenen Basis glaubwürdig zu vermitteln. Schulz pendelt von einem Extrem ins andere, betreibt ein munteres Themen-Hopping, trifft voreilige Festlegungen und ist somit als Chef ebenso unberechenbar wie seine Partei. Was will Schulz? Und weiß er überhaupt selber, was er will? Drei Tage vor dem SPD-Parteitag in Berlin, auf dem die nach dem Wahldebakel vom 24. September schwer angeschlagene Partei um Kurs, Richtung und fast schon um ihre Zukunft ringt, bräuchte die zutiefst verunsicherte Basis einen Chef, der ihr Halt und Orientierung gibt, einen Plan für das weitere Vorgehen hat und über ein Selbstbewusstsein verfügt, das auf die eigene Partei zurückstrahlt. Doch nichts davon ist in Sicht.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 05. Dezember 2017.