Sie haben, wenn auch unfreiwillig und selbst verschuldet, ein Stück Geschichte geschrieben. Noch nie haben sich Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen so lange hingezogen wie dieses Mal, noch nie haben sich die Parteien so schwergetan, eine Regierung zu bilden. Und noch immer ist mit Blick auf den Mitgliederentscheid der SPD offen, ob es so weit kommt.

Erst scheiterten die Versuche von CDU, CSU, FDP und Grünen, eine die politischen Lager überwölbende Jamaika-Koalition zu bilden, danach brauchten Union und SPD noch einmal viele Wochen, um erneut zueinanderzufinden. Dabei gab es nach dem Scheitern von Jamaika keine Alternative zur Fortsetzung der großen Koalition. Wären die Koalitionsverhandlungen gescheitert, hätte es im Frühsommer vorzeitige Neuwahlen gegeben - mit allen bekannten Risiken und Nebenwirkungen für Union und SPD. Möglicherweise hätte es nicht einmal mehr zu einer Mehrheit gereicht, zudem wäre die SPD ins Bodenlose abgestürzt. Für Angela Merkel, Horst Seehofer wie Martin Schulz hätte dies das Ende ihrer politischen Karrieren bedeutet, die Verwerfungen des Parteiensystems wären immens gewesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 08. Februar 2018.