Janina's Auslandsblog Abenteuer in Newark

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Janina Beczinski ist für ein Jahr in den USA. (Quelle: Unbekannt)

Janina Beczinski ist 18 Jahre alt und kommt aus Landshut. Im August 2012 ist sie für ein Jahr in die USA geflogen. Dort verbringt sie ihre Zeit in Newark in New Jersey. Was sie alles erlebt und wie es ihr in ihrer neuen Heimat gefällt, könnt ihr bei päpp nachlesen.

Aufhören, wenn es am schönsten ist

Nach knapp sechs Monaten und drei Sessions durfte ich am vergangenen Freitag mein Abschlusszeugnis des English Language Institutes (ELI) der University of Delaware in Empfang nehmen. An diesem besonderen Tag wurde ich überraschender Weise gleich zweifach für "hervorragende Leistungen" ausgezeichnet, ein Ereignis, das für mich bis dahin absolutes Neuland war. Zur Feier des Tages wurde ich von meiner Gastfamilie in ein "deutsches Restaurant" eingeladen. Ich bestellte mir leckere Rouladen mit Blaukraut und Knödeln, mein Gastvater ein paar Weißwürstl und jetzt aufgepasst: GEBRATEN! Was es nicht alles gibt.
Ich kann es kaum glauben, dass jetzt auch dieser Abschnitt Geschichte sein soll. Es kommt mir so vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich zum ersten Mal meinen Fuß ins ELI gesetzt hatte und zum Einstufungstest antrat.

Ich konnte meinen Wissensschatz in vielerlei Hinsicht aufbessern, von Themenbereichen wie Biochemie (an dieser Stelle herzliche Grüße an Frau Gruber-Lange) bis hin zur Philosophie. Ich war selber ganz erstaunt, was für eine Fülle an Informationen und Wissen aus den Untiefen meines Gehirns auftauchten. Mein Englisch hat sich selbstverständlich auch mehr als verbessert, was mir oft von Lehrern und anderen Amerikanern bestätigt wurde.

Als einzige Deutsche und zeitweise auch einzige Europäerin wurde reges Interesse an meinem Land und meiner Person gezeigt, nicht zuletzt da ich durch mein vergleichsweise helles Erscheinungsbild zwischen den Arabern und Asiaten, die zum größten Teil das ELI bevölkern, herausstach. Ich hatte mir noch nie zuvor so viele Gedanken über meine Muttersprache, Kultur oder Mitmenschen gemacht. Es ist erstaunlich, zu welchen Ergebnissen man kommt, wenn man sich kontinuierlich ernsthafte Gedanken über ein Thema macht und auch verschiedene Blickwinkel berücksichtigt. Ich war überwiegend umgeben von asiatischen und arabischen Mitschülern. Hin und wieder kam ich mir etwas fremd vor, konnte jedoch sehr viel über mir bis dato unbekannte Kulturen lernen.

Ich hatte eine schöne, wenn auch nicht immer einfache Zeit im ELI. Die vielen Eindrücke und Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen und die letzten Wochen in Newark werden wohl wie im Flug vergehen. Meine Freundin Pia aus Vilsheim, mit der ich bald einen kleinen Teil der USA unsicher machen werde, wird den verbleibenden Tagen den endgültigen Glanz verleihen und dann geht es am 12. April wieder zurück nach good old Germany- ich freue mich.


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Empire State of Mind


Schon seit vielen Wochen sind die Häuser mit bunten Lichtern und Figuren geschmückt, es blinkt und glitzert überall und aus allen Ecken schallt Weihnachtsmusik. Jetzt durfte ich endlich das sehen, was Millionen vor mir fasziniert hatte und auch in zahlreichen Songs und Filmen illustriert wurde: die Skyline von New York.

Vor dem Empire State Building wurden wir in das Treiben dieser einzigartigen Stadt entlassen. Nachdem wir uns von der Wucht der gewaltigen Häuserfronten erholt hatten, bewunderten Charlotte und ich das große Macy´s Einkaufszentrum, das wir durch die Macy´s Thanksgiving Parade im Fernsehen kannten. Es wimmelte, so wie in den meisten Geschäften, nur so von Menschen, die an diesem Wochenende ihre Weihnachtseinkäufe in New York erledigen wollten.

Die üppige Weihnachtsdekoration in und an den Häusern war mehr, als wir uns je hätten vorstellen können. Die riesigen Plakate und Bildschirme zogen die Aufmerksamkeit aller Leute auf sich. In Little Italy, das wir voller Stolz zu Fuß erreicht hatten, ließen wir uns mit italienischem Essen verwöhnen. Danach gingen wir zum Rockefeller Center. Dort konnten wir den berühmten Weihnachtsbaum vor dem Center bestaunen. Um auf den "Top of the Rock" zu gelangen, wurden wir mit einem gefühlten Spaceshuttle in die oberste Etage des Rockefeller Centers befördert. Oben auf dem Rockefeller Center angekommen, erschwerte uns der graue und nebelige Tag leider die Sicht etwas. Die einsetzende Dämmerung und Beleuchtung ließen dann jedoch New York erstrahlen, was den Nebel wieder wettmachte. Wieder unten angelangt, sahen wir den lichtdurchfluteten, strahlenden Broadway, auf dem sich zahlreiche Bewunderer eingefunden hatten. Der Central Park und unser damit verbundenes Abschlussessen, Belgische Waffeln mit Kaffee, rundeten unseren Tag perfekt ab.

Es war ziemlich einfach, sich dem Großstadtleben anzupassen: Beobachten und imitieren, das heißt unbedingt bei Rot mit über die Ampel laufen, sich durch die Menge drängen und mögliche Pöbeleien einfach ignorieren. Ansonsten tritt das ein, was kein Tourist möchte: als solcher enttarnt werden!

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Obamas junge Unterstützer aus aller Welt

Die Vorrunden zur Wahl des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten sind im vollen Gange. Werbungen, Karikaturen und Kritiken überschlagen sich täglich.

Meine Schule bot einen freien Ausflug nach Washington D.C. an. Da waren natürlich viele dabei, auch um Obama mental zu unterstützen. Mit drei Bussen kamen wir nach ca. zwei Stunden an unserem Bestimmungsort an und durften uns nach Lust und Laune umsehen und die Stadt unsicher machen. Das Wetter war an diesem Tag überraschenderweise richtig schön und Washington konnte in seiner ganzen Schönheit erstrahlen.

Meine Gruppe, bestehend aus Jim (China), Saad (Saudi-Arabien), Janina (Deutschland), Sultan (Saudi-Arabien), Charlotte (Belgien), Phyllis und Heidi (beide aus Taiwan), machte sich zunächst auf den Weg zum Washington und World War II Monument mit Blick auf das Lincoln Monument. Es war sehr beeindruckend, die riesige Brunnenanlage mit den vielen Säulen, die die Staaten Amerikas symbolisieren, zu sehen. Weiter ging es dann zum Weißen Haus. Im Vergleich zu meiner Vorstellung war dieses eher beschaulich und niedlich.

Der Besuch im National Museum of American History wertete unseren Tag mit reichlich Wissen auf. Durch die Fülle an Informationen dürfen die Besucher dort viel erleben, staunen und entdecken. Da die Fakten nicht nur ausgestellt, sondern auch mit Hilfe von modernster Technik und geeignetem Material veranschaulicht werden, macht dieses Museum Geschichte zu einem wahren Erlebnis.

Zum Abschluss unseres Ausflugs statteten wir dem Zoo noch einen Besuch ab, um das neu erworbene Wissen in naturnaher Umgebung verarbeiten zu können. Um dorthin zu gelangen, hatten wir das Erlebnis schlecht hin: U-Bahnfahren in Washington.

Den nicht funktionierenden Bahntickets auf dem Rückweg haben wir ein ausgiebiges Ausdauertraining und ganz Washington in nur 20 Minuten zu verdanken, da wir unseren Bus nach Hause noch erwischen wollten.

Gerne hätte ich noch mehr gesehen und erlebt. Aus zeitlichen Gründen und aufgrund der Vielzahl an Museen in Washington ist es unmöglich, ALLES an einem einzigen Tag zu besichtigen und dann auch etwas davon mitzunehmen. Ich hoffe, ich bekomme noch viele Male die Chance, in diese wunderbare Stadt zu fahren und ich bin mir sicher:
Obama spürt bestimmt unseren Beistand und legt sich heute Abend zur letzten Präsidentschaftsdebatte für uns nochmal richtig ins Zeug.

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Oktoberfest in Newark

Pünktlich zum Anstich in München war es dann auch in Newark soweit: Der deutsche Sängerbund veranstaltete das alljährliche Oktoberfest. Als Bayerin hatte ich pflichtbewusst mein Dirndl mit in die USA genommen, das ich nun stolz präsentieren konnte. Die Amerikaner waren ganz hingerissen von meinem Outfit.
Das Oktoberfest erinnerte mich mehr an die Landshuter Dult, nur um die Hälfte kleiner! Für $ 8 Eintritt durften die Besucher die 5 Fahrgeschäfte nach Lust und Launeg enießen. Im Bierzelt gab es diverse Speisen und Getränke zu kaufen. Ich hatte die Möglichkeit in den Genuss "original bayerischer" Spezialitäten zu kommen. Die amerikanische Abwandlung der Breze (Pretzel), Weißwurst, Sauerkraut, & Co. waren lecker, aber grundverschieden von dem, was ich aus meiner Heimat gewohnt bin. Im Bierzelt gab es anstelle der Bierbänke Tische und Stühle, ein sehr ungewohntes Bild. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch.
Zum Bier kann ich mich leider nicht äußern, denn Alkohol ist erst ab 21 erlaubt und die Präsenz der Polizei ist enorm. Man wollte und durfte mich also strikt nicht probieren lassen. Trotz der Alkoholbeschränkung gab es genügend Betrunkene, auch unter 21 (wie sie das wohl geschafft haben? Es bleibt ein gut gehütetes Geheimnis). Was ich etwas vermisst habe, waren die Lebkuchenherzen und der bayerische Dialekt, aber man kann ja nicht alles haben.
Alles in allem war es ein gelungenes Fest. In diesem Sinne: oans, zwoa, g'suffa!!!

  1. Autor

    idowa
  2. Datum

    08.10.2012 12:29 Uhr
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