Ittling Schranken statt Blinklicht - doch dafür müsste ein Übergang weichen

Im Dezember ereignete sich ein Unfall am unbeschrankten Bahnübergang an der Ittlinger Hauptstraße. Eine Autofahrerin übersah laut Polizei das Blinklicht. Schranken könnten die Sicherheit erhöhen. Foto: Archivfoto/Hans Filipcic
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Im Dezember ereignete sich ein Unfall am unbeschrankten Bahnübergang an der Ittlinger Hauptstraße. Eine Autofahrerin übersah laut Polizei das Blinklicht. Schranken könnten die Sicherheit erhöhen. (Foto: Archivfoto/Hans Filipcic)

Die gute Nachricht: Die Bahn will in Ittling zwei Bahnübergänge deutlich sicherer machen. Die schlechte: Im Gegenzug soll ein Übergang geschlossen werden. Das dürfte nicht jedem gefallen.

Ein schwerer Unfall hat sich Mitte Dezember beim Bahnübergang an der Ittlinger Hauptstraße ereignet. Wie berichtet, hatte eine 61-jährige Autofahrerin den nahenden Zug übersehen und war bei dem Zusammenprall schwer verletzt worden. Der Zugführer erlitt einen Schock. Dieser Bahnübergang ist nur mit einem Blinklicht gesichert. Ein Gefahrenpunkt, der beseitigt werden sollte, sagt der frühere Stadtrat Erwin Steinkirchner und fordert deshalb seit Jahren eine Schranke. Sein Wunsch könnte in Erfüllung gehen – doch die Bahn stellt eine vermutlich nicht umsetzbare Bedingung.

Im Frühjahr 2006 hat Steinkirchner in seiner damaligen Funktion als SPD-Stadtrat einen Antrag an die Stadt gestellt: Statt des Blinklichts sollte eine Schranke den Bahnübergang an der Ittlinger Hauptstraße sichern. „Kurz vorher haben sich dort drei Unfälle ereignet“, erinnert sich der mittlerweile 76-Jährige, der selbst in Ittling wohnt. Aus der Schranke wurde nichts. Begründung: Der Übergang wird von zu wenigen Fahrzeugen benutzt. Eine Verkehrszählung hatte damals 2.000 Fahrzeuge am Tag ergeben, 2.500 hätten es aber sein müssen. Mittlerweile sind elf Jahre vergangen, aber an der Situation hat sich nichts geändert. „Die Blinkanlage wird leicht übersehen. Ich bin nach wie vor der Meinung, der Bahnübergang gehört beschrankt“, betont Steinkirchner auf Anfrage und mit Blick auf den neuerlichen Unfall im Dezember.

Dass die Sicherung durch ein rotes Blinklicht nicht ausreichend ist, räumt auch die Bahn selbst mit dem Hinweis auf eine statistische Zahl ein: 39 Prozent der Verkehrsteilnehmer verstünden das Blinklicht fälschlicherweise nur als allgemeinen Warnhinweis und nicht als Aufforderung zum Halten, erklärt ein Bahnsprecher. Und er hat auf Nachfrage gute Nachrichten für Straubing: Die Bahn will den Bahnübergang an der Ittlinger Hauptstraße deutlich sicherer machen. Das sei keine Reaktion auf den jüngsten Unfall, sagt der Sprecher, sondern schon länger geplant und Teil eines ganzen Maßnahmenpakets für Ittling. Das Ganze hat aber einen Haken: Während zwei der insgesamt drei Ittlinger Bahnübergänge aufgerüstet werden sollen, soll der dritte Bahnübergang an der Dornierstraße geschlossen werden.

Das bedeutet: Die Dornierstraße wäre nicht mehr durchgängig, sondern würde wie eine Sackgasse auf beiden Seiten der Gleise enden. Wer bislang als Autofahrer und Fußgänger hier die Gleise quert, müsste künftig einen Umweg über die beiden anderen Ittlinger Übergänge in Kauf nehmen. Ob die Stadträte diesen Plänen zustimmen würden, ist aber fraglich. Denn die Dornierstraße ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Dr.-Kumpfmüller- und Schlesischer Straßer. Sie zu kappen dürfte schwer vermittelbar sein.

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Mittwoch, 11. Januar, im Straubinger Tagblatt.

  1. Autor

    Anna Rieser
  2. Datum

    11.01.2017 07:36 Uhr
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